Deutsche Leichtathletik Senioren Meisterschaften in Zittau (31.6.-2.7.2017)

Im Vorfeld durch Verletzungspech reduziert, starteten nur zwei EW- Sportler bei den diesjährigen deutschen Meisterschaften in Zittau. Rüdiger Weber (M50)wurde für ihn etwas ungewohnt „nur“ Zweiter im Hochsprung mit übersprungenen 1.74m, höhengleich mit dem Sieger, nur ein Versuch über 1.71m mehr. Rolf Nucklies(M60) machte es bei seinem Stabhochsprung Wettkampf richtig spannend, schaffte es im 3.Versuch gegenüber seinen Widersacher,der im ersten Versuch 3.20m schaffte, weiterhin im Wettbewerb um Platz 1 zu bleiben. Unbeirrt übersprang Rolf die nächsten anstehenden Höhen und würde souveräner deutscher Meister mit 3.35m

Hessische Lang-und Kurzstaffeln in Friedberg (25.Mai 2017). )

Hessischer Meister in der Senioren- Klasse wurde die M60 4x100m Staffel in der Besetzung Karl-Heinz Hofer, Thomas Höner, Dr. Manfred Nink, Ulf Restle in 55,17 sek. „Aushilfssprinter“ für die M60 waren die M70 deutschen Meister Karl-Heinz und Ulf.Mit sicheren Wechseln setzte sich das Eintracht- Team deutlich gegen die Sprinter von Eschollbrücken durch.

Abendsportfest in Wiesbaden (17.5.2017)

Abendsportfest Waldstrasse Wiesbaden (17.5.2017)
800m
Lea Juric (W10) startete über die 800m Distanz ein furioses Sprintrennen, lag bei 200m mindestens 30m vorne, und dann kam, was kommen musste……Bemerkenswert war ihr Engagement, nicht aufzugeben und sich über die Ziellinie zu arbeiten. Glückwunsch für die dabei erzielte Gesamtzeit, die auch mit Platz 2 belohnt wurde. Johanna Keimer(W13) teilte sich die Gesamtdistanz besser ein und sprintete noch auf den letzten Metern an Lea vorbei.Luisa Spahn (W15) lief routiniert die 800m Strecke und schaffte in persönlicher Bestzeit einen hervorragenden dritten Platz.Emma Kronberger startete nach über einem Jahr Verletzungspause und setzte mit Platz 1 bei U18 gleich ein Ausrufezeichen.
100m
Marah Bertram (W15) sprintete souverän zu Platz 1 bei W15.Die gelaufene Zeit ist umso bemerkenswerter, da die letzten 15m nicht mehr im „absoluten Sprintmodus“ abliefen.
Lina Brandes sprintete bei U18 auf Platz 6.
200m
Marah Bertram überraschte sich und andere mit Platz 2 bei U18 mit ihrer gelaufenen Zeit.Lina Brandes wurde in diesem Rennen Fünfte.
Weit
Erika Höner (W55) nutzte das Sportfest als Vorbereitungswettkampf für die 3 Tage später stattfindenden Seniorenmeisterschaften in Geisenheim.Sie erreichte Platz 4 in der Frauenwertung.

Ergebnisse
800m
W10 2. Lea Juric 3:05,60 min.
W13 8. Johanna Keimer 3:05,60 min
W15 3. Luisa Spahn 2:39,85 min.
U18 1. Emma Kronberger 2:23,60 min.

100m
W15 1. Marah Bertram 13.65 sek.
U18 6. Lina Brandes 14.35 sek.

200m
U18 2. Marah Bertram 28.62 sek.
U18 5. Lina Brandes 29.35 sek.

Weit
Frauen 4. Erika Höner 3.76m

Hessische Leichtathletik Seniorenmeisterschaften in Geisenheim (20/21.5.2017)

Diesmal hatten wir für die hessischen Seniorenmeisterschaften ein „Heimspiel“ in Geisenheim.Nach den katastrophalen Wetterbedingungen am Vortag waren die Bedingungen am Samstag/Sonntag fast ideal. Und das nützten unsere Athleten. Drei Titel für Rüdiger Weber im Hochsprung, Rolf Nucklies im Stabhochsprung und Ulf Restle über 100m. Jeder teilnehmende Eintracht- Starter war einmal auf dem Treppchen.Einige Athleten verbesserten deutlich ihre Jahresbestleistungen aus dem Vorjahr.Erika Höner erzielte im Speerwurf mit einer deutliche Steigerung über die 20m Marke einen nicht für möglich gehaltenen zweiten Platz mit einem Zentimeter „Vorsprung“ auf die Drittplatzierte.

Ergebnisse
M50
Hoch 1. Rüdiger Weber 1.75m
Kugel 10. Michael Schenk 9.96m
Diskus 7. Michael Schenk 31.89m
Speer 2. Michael Schenk 40.87m
M60
100m 4. Thomas Höner 13.99 sek.
Diskus 4. Thomas Höner 34.79m
Kugel 3. Thomas Höner 11.60m
Stab 1. Rolf Nucklies 3.20m
M65
Stab 2. Manfred Nink 2.70m
M70
100m 1. Ulf Restle 14.28 sek.
4. Karl-Heinz Hofer 15.41 sek.
Kugel 4. Dr. Siegfried Meyer 10.45m
Diskus 2. Dr. Siegfried Meyer 31.90m
Speer 2. Dr. Siegfried Meyer 35.74m
M75
Hoch 2. Manfred Schneider 1.18m
Hammer 3. Manfred Schneider 34.45m
W55
Speer 2. Erika Höner 20.21m
100m 2. Erika Höner 17.33 sek.
Weit 2. Erika Höner 3.56m

Schüler Leichtathletik Hallensportfest in Kalbach (5.März 2017)

Im stets gut besuchten Schüler Hallensportfest in Kalbach konnten unsere Teilnehmerinnen gute Ergebnisse erzielen.
Lea Juric erreichte den Endlauf über 50m und verblüffte bei ihrer ersten Wettkampfteilnahme im Eintracht Trkot mit einem hervorragenden 6. Platz und verbesserte im Endlauf deutlich ihre im Vorlauf gelaufene Zeit.
Luisa Spahn und Charlotte Brandes kämpften über die 800m Distanz (4 Runden a 200m)häuptsächlich mit einem großen Teilnehmerfeld und kamen nur mühsam auf die vorderen Platze. Die gelaufenen Zeiten machen bei Beiden aber Hoffnung auf eine erfolgreiche Sommersaison.

Ergebnisse

W10
50m 6. Lea Juric 8.56 sek.

W14
800m 5. Luisa Spahn 2:42,87 min.
6. Charlotte Brandes 2:43,77 min.

Deutsche Senioren Leichtathletik Hallenmeisterschaften in Erfurt (4.-5.März 2017)

Erfreulich waren die Treppchenplätze für

Platz 2:  Dr. Manfred Nink Im Stabhochsprung, Dr.Siegfried Meyer im Speerwurf

Platz 3: Ulf Restle über 60m.

Leider hatten wir auch „sichere“ Medaillen-Kandidaten, die nicht in die Wertung kamen (Rolf Nucklies im Stabhoch und Rüdiger Weber im Hochsprung).

Spannend verlief das Stabhochsprungfinale der M65. Dr. Manfred Nink konnte sich als Deutscher Meister fühlen, sein Konkurrent übersprang im dritten und letzten Versuch jedoch die nächste Höhe.Aber mit Platz 2 und Jahresbestleistung konnte Dr. Manfred Nink trotzdem zufrieden sein.

Karl-Heinz Hofer verpasste über 60m als 9.mit 2/100stel „Rückstand “ auf Platz 8  denkbar knapp die Endlaufteilnahme. Auch über die 200m Distanz überzegte er . Trotz krankheitsbedingtem Trainingsrückstand erreichte er Platz 11.

Dr. Siegfried Meyer überzeugte- wie immer- In seiner Lieblingsdisziplin Speerwurf mit dem 2. Platz und verpasste knapp den Treppchenplatz im Diskus mit Platz 4

 

Ergebnisse

M65

Stab                       2.              Dr. Manfred Nink                      2.85m

M70

60m                         3.             Ulf Restle                                     8.78 sek.

60m                         9.             Karl- Heinz Hofer                      9.10 sek.

200m                       12.           Karl-Heinz Hofer                       31.42 sek.

Speer                       2.             Dr. Siegfried Meyer                     39.08 m

Diskus                     4.             Dr. Siegfried Meyer                    34.37 m

 

 

 

 

 

 

 

Hessische Senioren Leichtathletik Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf (12.2.2017)

–  Rolf Nucklies (M60) und Dr. Manfred Nink (M65) überzeugen im Stabhochsprung

–  Rüdiger Weber (M50) überquert im Hochsprung 1.81m

–  Thomas Höner (M60) verblüfft im Kugelstoßen seine Gegner

Ergebnisse:

Hochsprung    1. Rüdiger Weber  M50    1.81m

60m                  3. Thomas Höner  M60   8.72 sek.

Weit                  2. Thomas Höner  M60   4.51m

Kugel                1. Thomas Höner  M60    11.86m

Stab                  1. Rolf Nucklies     M60     3.45m

Stab                  1. Dr. Manfred Nink M65   2.80m

60m                  2. Ulf Restle      M70         8.94 sek.

60m                  4. Erika Höner  W55         10.49 sek.

 

Bericht Uwe Martin, Homepage Hessischer Leichtathletikverband (5.9.2016)

Hessische Seniorenmeisterschaften in Friedberg: Ein Erkundungsbesuch


Siegfried Meyer, ganz oben (Foto: HLV)

Auch die hessischen Senioren-Leichtathleten bilden so etwas wie eine geschlossene Gruppe. Bei Wettkämpfen sind sie meistens unter sich, man kennt und zumeist schätzt man sich; Zuschauer, die ihnen beim Laufen, Springen und Werfen zusehen, gibt es so gut wie nicht. Und im Gegensatz zur Schüler-, Jugend- und Aktiven-Leichtathletik sind auch keine Trainer vor Ort. Was ohnehin jeder weiß: Niemand kann dem Körper dauerhaft ein Schnippchen schlagen, das viel zitierte Motto „Wer rastet, der rostet“, gilt – wenn überhaupt – nur wohl bedingt. Die Wahrheit sieht natürlich auch so aus: Der Körper fordert mit zunehmendem Alter seinen Tribut, nichts geht mit 50, 60 oder 70 so geschmeidig wie mit 20 oder 30 Jahren. Nichtsdestotrotz kämpfen jährlich einige hundert Senioren um hessische Meisterwimpel. Aber warum? Für die Titelkämpfe am vergangenen Wochenende auf der idyllischen Sportanlage Burgfeld in Friedberg lagen 285 Meldungen vor, was ein leichtes Minus im Vergleich zum Vorjahr (350 in Neu-Isenburg) war. Der Termin war spät zustande gekommen, doch letztlich durften alle froh sein, dass Volker Weber und sein Team bereit gewesen sind, die Meisterschaften zu stemmen, ansonsten wären sie womöglich ausgefallen. Eindrücke von einem Ortsbesuch.

Es war am Samstag so gegen 15.45 Uhr. Der Diskus-Wettbewerb M70/75 und M80/85 hatte gerade begonnen. Warum nicht diese technisch anspruchsvolle Disziplin für eine exemplarische Betrachtung wählen? Im Kreis laufen ist koordinativ weit weniger schwierig, auch der parallel stattfindende Weitsprung reizte nicht. Also herangepirscht an die älteren Herrschaften im Wurfring. Was als erstes auffällt: die vielen Klappstühle bzw. zusammenklappbaren Stühle. Zirka ein Dutzend. Man macht es sich also gerne bequem zwischen den sechs Versuchen. Einer nicht. Siegfried Meyer. Groß gewachsen, eine Hüne von einem Mann, Brillenträger, lange, schwarze, Hose, darunter knallgelbe Wurfschuhe mit glatter Sohle. Den Oberkörper bedeckt das Trikot vom TuS Eintracht Wiesbaden, gegründet 1846. Meyer schlendert hin und her, her und hin, er ist unruhig, simuliert die Drehbewegung, blickt unzufrieden. 34,63 Meter weit schleudert er die 1-Kilogramm-Scheibe an diesem späten Nachmittag. Das reicht knapp für den Sieg, Platz zwei geht an Basilius Balschalarski vom TuSpo Borken (34,39), den dritten Rang sichert sich Werner Lotz (LG Wettenberg/31,19). Es gibt ein Shakehand zwischen Meister und Vizemeister, im Speerwurf (40,51/38,48 Meter) war die Reihenfolge genau anders herum gewesen. Im Kugelstoßen (10,47) wurde Meyer Vierter.


Bei den älteren Herren dürfen die Sitzgelegenheiten nicht fehlen (Foto: HLV)

„Diskuswerfen ist so eine feine Rotationsdisziplin“, sagt Meyer. „Heute hat die Feinabstimmung gefehlt.“ Der Grund? Nun ja. Der Pensionär hat im August einen dreiwöchigen Urlaub auf Usedom verbracht, und nur ein Heimtraining war dann doch zu wenig für eine persönliche Top-Leistung. Eine Einschätzung, die sich durch Zahlen belegen lässt: Bei den deutschen Winterwurfmeisterschaften in Erfurt war sein Diskus fast fünf Meter weiter gesegelt, Meyer wurde Dritter. Doch was treibt den 69-Jährigen an, weshalb misst sich der ehemalige Lehrer für Politik, Ethik und Sport mit anderen? „Es hat nichts mit Konkurrenz und Wettkampf zu tun.“ Er spricht von motivierender Feine, die er verspüre, wenn er gegen andere antritt. Und nicht zuletzt könne er im Training mehr aus sich herausholen, wenn er auch Wettkämpfe absolviere. „Doch das Wichtigste im Seniorensport ist die Gemeinschaft.“

Meyer ist kein Ex-Spitzensportler, die ihre Karriere ohnehin nur äußerst selten in die Seniorenklassen hinein verlängern. Als ehemaliger Sportlehrer hatte er zu den Leibesübungen stets einen berufsbedingten Bezug („Ich war immer sportlich orientiert“), im Studium musste er einen Zehnkampf hinter sich bringen, später ist er Marathon gelaufen. Mit Wettkämpfen in der Senioren-Leichtathletik begann Meyer jedoch erst vor 18 Jahren nach seinem Schul- und Ortswechsel von Marburg nach Wiesbaden. Dass er sich den Traditionsklub Eintracht Wiesbaden ausgesucht hat, ist kein Zufall. Als Alt-68er wollte sich Meyer einem klassischen Arbeiterverein anschließen. Quasi inkludiert vorgefunden hat er auch eine ambitionierte Wettkampfgruppe – bei den deutschen Seniorenmeisterschaften gewann das M70-Quartett der Eintracht den Titel über 4×100 Meter. Körperlich ist er seinem Alter entsprechend fit. Keine Probleme? „Nun ja, ein bisschen plagt der Rücken, aber es geht immer weiter.“ Und auch bei seinem nächsten Start im Fünfkampf bei den süddeutschen Meisterschaften in Nieder-Olm wird er wieder „nervös sein“ und wissen, dass die abschließenden 1.500 Meter mehr Qual denn Lust sind.


Siegfried Meyer, der Künstler (Foto: privat)

Meyer, promoviert in Sport und Politik, hat im Unruhestand neben der Leichtathletik noch ein anderes Hobby. Eines, das wesentlich mehr Geld und wahrscheinlich auch mehr Energie verschlingt. Seit einigen Jahren, zuvor war es die Fotografie, widmet er sich der Malerei, genauer der abstrakten Malerei. Details sind auf seinerWebsite zu finden. An dieser Stelle nur so viel: Meyer ist fasziniert vom Künstler Gerhard Richter. „Nach unzähligen ‚Trainingseinheiten‘ und einem schier unglaublichen, containerhaften Farbverbrauch sind einige ansehnliche Produktionen gelungen. Anfangs sahen sie zwar alle noch ein wenig nach Gerhard aus und nicht nach Richter, aber die Experimente in Acryl waren auch nicht alle misslungen“, schreibt er.

Die nächste Vernissage mit politischen Bildern ist für den 26. November geplant, und dieses Datum ist kein Zufall. An diesem Tag wird Siegfried Meyer 70 Jahre alt.

Uwe Martin

 


05.09.2016