Kalicki und Schwenzmeier gewinnen Junior-WM-Titel

Siegreich: Kim Kalicki (rechts) feiert mit Kira Lipperheide in Winterberg ihren Junioren-WM-Titel (Foto: BSD)

Kim Kalicki verteidigt sdie Junioren-Weltmeisterschaft und sichert sich so einen Startplatz für die Bob-WM in Altenberg. Auch Malte Schwenzmeier wird Weltmeister.

Es war eine besondere Juniorenweltmeisterschaft  in Winterberg, durch die anstehende Weltmeisterschaft in Altenberg nahmen besonders viele Schlitten an der Nachwuchs-WM teil, bei der gleichzeitig jeweils eine Wildcard für die Weltmeisterschaftten in Altenberg vergeben wurde.

„Besonders im Männerbereich hatten wir das stärkste Teilnehmerfeld der letzten Jahre am Start,“ zeigte sich Landestrainer Tim Restle begeistert vom Telnehmerfeld in Winterberg. Und trotzdem gingen die beiden Wiesbadener Starter Kim Kalicki und Malte Schwenzfeier als Favoriten ins Rennen.

Unbeindruckt rasten die beiden Eintracht Youngster in spannenden Rennen zu Gold. „Der Druck auf Kim und Malte war schon sehr groß, das war sehr stark wie sie dem Stand gehalten haben und ihre Leistung abgeliefert haben“, zeigt sich der Wiesbadener Coach sehr zufrieden mit seinen Schützlingen. Kalicki mit Kira Lipperheide gelang zweimal Start und Laufbestzeit, womit sie sich mit 2 Zehnteln Vorsprung den Titel sicherte.

Anschieber Schwenzfeier feiert mit Pilot Oelsner

Spannender machte es Malte Schwenzfeier der in seiner allersten Bob Saison nach dem Weltcuppodium mit Nico Walther nun auch auf Junioren-Level seine erste Medaillie gewann. Hatte der Russe Rotislav Gaitiukevich nahch dem ersten Durchgang noch geführt, schlug das Duo Schwenzfeier/Oelsner im zweiten Durchgang zurück und sicherte sich den Titel. Damit werden wir die beiden Wiesbadener Juniorenweltmeister auch bei den Weltmeisterschaften in Altenberg wiedersehen, wo diesemal wesentlich weniger Druck aber dafür umso mehr Genuss auf die beiden wartet. „Eine Heimweltmeisterschaft wird ein unvergessliches Erlebnis für die beiden werden, sie sollen es einfach genießen“, freut sich Verbandspräsidentin Erica Fischbach für ihre Schützlinge.

Aufsteigender Stern: Malte Schwenzfeier gewinnt sein erstes WM-Gold (Foto: BSD)

Kim Kalicki verteidigt Junioren-EM-Titel

Wieder erfolgreich: Kim Kalicki in ihrem Bob (Archivbild, Wassmuth/BSD)

Malte Schwenzfeier fährt bei. Weltcup im Viererbob knapp am Podium vorbei. Nun richten sich alle Augen auf kommende Wochenende.

Titel erfolgreich verteidigt: Bobpilotin Kim Kalicki ist erneut Europajuniorenmeisterin der U 23. Gleichzeitig hat die gebürtige Wiesbadenerin den Europacup gewonnen. Im österreichischen Innsbruck/Igls distanzierte Kalicki mit Anschieberin Viktoria Dönicke die Russinnen Lubov Chernykh und Elena Mamedova (…).

Beim Bob-Weltcup in St. Moritz (Schweiz) ist Anschieber Malte Schwenzfeier (Eintracht Wiesbaden) mit Pilot Nico Walther sowie Kevin Korona und Eric Franke im Viererbob auf dem vierten Platz gelandet. Zwar ließ das Quartett den Bob von Francesco Friedrich hinter sich, musste sich aber dem siegreichen Kanadier Justin Kripps, dem Letten Oskars Kibermanis sowie Landsmann Johannes Locher, der auf Platz drei fuhr, geschlagen geben. Am Ende fehlten 22 Hundertstelsekunden auf das Podium. Im Zweierbob landeten Walther und Schwenzfeier auf Platz sechs.

Doch nun dürften bei der Eintracht bereits alle Augen auf das kommende Wochenende gerichtet sein. Am 8. Februar finden in Winterberg die Junioren-Weltmeisterschaften statt. Dabei wird auch Eintracht-Pilotin Kim Kalicki im Zweierbob am Start sein. Sollte Kalicki – die in dieser Weltcup-Saison bereits zwei Mal auf das Podium gefahren ist – dort den Titel holen, winkt ein Startplatz bei der Weltmeisterschaft in Altenberg.

Diese Meldung fußt auf zwei Texten von Stephan Crecelius am 1. und am 2. Februar 2020 im Wiesbadener Kurier. Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Noch ein Senkrechtstarter

Platz drei im Weltcup: Malte Schwenzfeier (Zweiter von rechts) vergangenes Wochenende auf dem Podium am Königssee (Foto: BSD)

Nach den Erfolgen der Eintracht-Frauen am Lake Placid schafft es beim Weltcup am Königssee auch Malte Schwenzfeier aufs Podest. Ein Porträt.

„Wenn man mir das vor einem halben Jahr gesagt hätte, hätte ich es nicht für möglich gehalten“, sagt Malte Schwenzfeier. Doch der 24-jährige Bob-Anschieber von Eintracht Wiesbaden, der rund 100 Kilogramm Muskelmasse auf die Waage bringt, ist ein echter Senkrechtstarter. Schwenzfeier schießt derzeit als „Neuling“ der Bobszene in seiner ersten Saison überhaupt blitzartig in das Konzert der Großen. Er absolvierte bereits Anfang Januar im österreichischen Innsbruck/Igls im Bob von Nico Walther – Vizeolympiasieger 2018 aus Pyeongchang sowie Weltcupgesamtsieger der Kombination 2015/2016 – seine ersten zwei Weltcuprennen im Zweier- und Viererbob.

Schwenzfeier wurde auch aufgrund von verletzungsbedingten Ausfällen nachnominiert, nutzte die Chance und erhielt nun beim deutschen Heimrennen am Königssee (25. und 26. Januar) die nächsten Einsätze auf der Weltcupbühne, wo es gemeinsam mit Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg) im Zweierbob sowie den Anschieber-Kollegen Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg) und Eric Franke (SC Potsdam) im Viererbob den Eiskanal hinunterging. (Dort belegte er im Zweierbob am Ende den dritten Platz, d. Red.). Die Trainingspläne auf die einzelnen Sportler abgestimmt: Grund zum Abheben ist das für den 24-Jährigen, der in Wilnsdorf nahe Siegen zu Hause ist, aber nicht.

„Man muss ganz klare unsere Trainingsgruppe in den Vordergrund stellen“, sagt Schwenzfeier, der seit März 2019 bei der Eintracht ist. „Ohne die wären die Weltcup-Einsätze nicht möglich gewesen.“ Denn Landestrainer Tim Restle hat ein extrem starkes Team aufgebaut, zu dem beispielsweise auch Vanessa Mark und Pilotin Kim Kalicki zählen, die in dieser Weltcupsaison in einem reinen „Eintracht-Bob“ bereits auf dem Weltcuppodium landeten. „Jeder bekommt einen individuellen Plan nach einem ganzheitlichen Konzept, der auf den Einzelnen abgestimmt ist“, sagt Schwenzfeier.

Die Erfolgsbilanz wächst ständig

Es ist ein Konzept, das sich auszahlt. Denn Fakt ist: Die Erfolgsbilanz der Eintracht ist lang – und wächst stetig weiter.„Kleinster Verband, kleines Geld“: Doch wie ist das in Wiesbaden, das nicht gerade als Wintersport-Mekka bekannt ist, möglich? „Wir sind der kleinste Verband mit kleinem Geld“, sagt Erica Fischbach, Präsidentin des Hessischen Bob- und Schlittensportverbandes sowie Stützpunktleiterin. „Wir versuchen durch individuelle Betreuung, die Leute zu halten und wollen, dass sich die Sportler gut aufgehoben fühlen.“ Gemeinsam mit Restle treibt sie den Bobsport in Wiesbaden unermüdlich voran. Das Duo dreht an Stellschrauben, denkt stets einen Schritt weiter „Mein großes Ziel ist es, in Wiesbaden eine Anschubstrecke zu etablieren“, sagt Fischbach, die dafür Sponsoren und ein geeignetes Gelände suchen muss. Eine solche Strecke ist maximal 100 Meter lang und hat ein Gefälle von rund 13 Prozent. Dann hätten die Athleten in Wiesbaden einen Standortvorteil, würden zudem Reisekosten sparen. „Es ist mein Traum, das zu machen“, sagt Fischbach.

Stephan Crecelius hat diesen Artikel geschrieben. Erschienen ist er am 25. Januar 2020 im Wiesbadener Kurier. Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Kalicki übertrifft sich selbst

Erster Lauf – Rang drei, zweiter Lauf – Rang zwei! Die führende Eintracht-Bobpilotin ist am Lake Placid nicht zu bremsen.

Das gibt‘s doch gar nicht! Kim Kalicki am Lake Placid (Foto: Viesturs Lacis)

Kim Kalicki bremst nur Kim Kalicki. Auf diesen Nenner lässt sich das Weltcup-Debut unser 22 Jahre jungen Bobpilotin am Lake Placid im amerikanischen Bundesstaat New York bringen. Bereits beim ersten Lauf war sie vor eineinhalb Wochen. gemeinsam Eintracht-Anschieberin Vanessa Mark auf den dritten Platz gerast. Nun, am vergangenen Samstag, toppte Kim ihren Erfolg noch einmal. Beim zweiten Lauf fuhr sie an der Seite von Erline Nolte (BSC Winterberg) sogar zu Silber!

Schneller als der deutsche Bob kamen nur Kailie Humphries und Lauren Gibbs (USA) im Ziel an. Sie hatten bereits das erste Weltcuprennen für sich entschieden.

Schlechter lief es für Eintracht-Anschieber Christian Hammers. Er landete im Viererbob von Pilot Christoph Hafner auf Rang acht.

Bobduo Kalicki/Mark rast beim Weltcup auf Rang drei

Bei ihrem ersten gemeinsamen Weltcuprennen am Lake Placid, im Nordosten der Vereinigten Staaten, feiern Kim Kalicki und Vanessa Mark einen herausragenden Erfolg. Er weckt Lust auf mehr.

Bronze beim Weltcup: Vanessa Mark (links) und Kim Kalicki (Foto: Viesturs Lacis)

Zwei junge Frauen haben in diesen Tagen ein neues Kapitel aufzuschlagen. Es ist ein unvergleichlich glänzendes Kapitel unseres Vereins. Wie groß es wird und wie umfangreich, das steht in den Sternen und hängt nicht nur von ihnen ab. Fest steht aber: Seit vergangenem Wochenende ist Eintracht Wiesbaden in der Weltspitze des Bobsports angekommen.

Mit einer fulminanten Darbietung ist unsere Bobpilotin Kim Kalicki mit ihrer Anschieberin Vanessa Mark in 1:58,92 Minuten auf der schwierigen Bahn am Lake Placid zu Bronze gerast. Schneller waren nur die amerikanischen Lokalmatadorinnen Kaillie Humphries/Lauren Gibbs (1:53,48 Minuten) und die beiden deutschen Mannschaftskolleginnen Stephanie Schneider und Lisette Thöne (1:53,79 Minuten).

Los! Christoph Haffner (vorne) und Christian Hammers beim Start

„Wir sind ganz entspannt ins Rennen gegangen “, so Kim Kalicki, Junioren-Weltmeisterin in der Altersklasse U23 und amtierende deutsche Vizemeisterin. Die fünf Übungsfahrten hätten dazu beigetragen. Gerade in in Lake Placid, so lässt Kim erkennen, seien die auch nötig gewesen. Denn die Bahn sei sehr anspruchsvoll, zudem sei es für Vanessa und sie das erste gemeinsame Weltcuprennen gewesen.

Ähnlich sieht es auch ihre 22 Jahre alte Anschieberin, für die es zugleich der erste Auftritt auf der ganz großen, internationalen Bühne war. „Die Qualifikation war schon mega“, so Vanessa Mark, die sich das Ticket für Lake Placid über ihre Leistung beim Europacup in Lillehammer sicherte. Der Kurs in den Appalachen aber habe ihr dann nochmal richtig Respekt abgenötigt. „Ab Kurve zwei kannst Du jederzeit stürzen“. Bei der Bahn sei deshalb für sie zunächst einmal die Hauptsache gewesen, sicher unten anzukommen. Das schafften am Ende nur zwei Duos besser als die beiden Eintrachtlerinnen.

Der Sprung aufs Podest ist für Kim mehr als ein einfacher, persönlicher Erfolg. Die 23 Jahre alte Wiesbadenerin ist früher schon als Leichtathletin für die Eintracht gestartet und war vor fünf Jahren die erste Bobfahrerin der neu gegründeten Abteilung. Inzwischen trainieren unter dem Banner der Eintracht zwölf Athletinnen und Athleten, darunter mehrere Welt- und Europameister im Juniorenbereich. Auch am Lake Placid waren Vanessa und sie nicht allein. So fuhr mit Anschieber Christian Hammers (23) bei seiner Weltcup-Premiere ein weiterer Eintrachtler im Zweierbob gemeinsam mit Pilot Christoph Hafner (SC Bad Feilenbach) in der Männerkonkurrenz auf Platz sieben. Weitere Athleten gingen parallel dazu beim Europacup in Altenberg an den Start.

Für Kim, Vanessa und Christian geht es am kommenden Wochenende ins zweite Weltcuprennen – dann wieder am Lake Placid.