Wer singt und rennt, der wird beschenkt

Ganz schön flink: Unsere jüngsten Turnerinnen und Turner auf dem Bankparcours

Nikoläuse treffen Kinder (und ihre Eltern) heutzutage an jeder Straßenecke. Kaum ein Weihnachtsmarkt, ein Kaufhaus oder ein Kindergartenfest, an dem nicht ein rot bemäntelter und weißbärtiger Komparse den Kleinen Geschenke in die Hände drückt. Die Begegnung, deren Zauber im Besonderen liegt, wird so häufig verramscht. Zum Leidwesen der Kinder.

Bei der Adventsfeier unseres Vereins wurde der Einzug des Nikolauses am Freitag, dem 7. Dezember in der Berghofhalle zum feierlichen Abschluss eines zweistündigen Sing- und Turnmarathons. Das Licht verlöschte. Dann begrüßten die über 60 großen und kleinen Gäste den Nikolaus mit „Morgen Kinder, wird’s was geben.“

Kinderliedermacher Herbert Cartus heizte den Kleinen kräftig ein

Zuvor hatte bereits Kinderunterhalter Herbert Cartus den Mädchen und Jungen alles abverlangt. Singen, Tanzen – verzaubert werden. Bei dem Programm des Liedermachers powerten sich selbst die Kinder noch völlig aus, die das „Vorprogramm“ der Turnabteilung verpasst hatten.

Die Turnkinder von Christel Stroh, Bettina Schmidt und Oyun Schmausz hatten da bereits auf Bänken und Matten ihr Können gezeigt. Christa Eng, die seit 1975 die Kinderweihnachtsfeier der Eintracht organisiert, hatte sich zudem direkt zu Anbeginn schon um das Einsingen der Kleinen und Großen gekümmert. „Das muss der richtige Nikolaus gewesen sein“, kommentierte eine kleine Besucherin auf dem Nachhauseweg ihren auf der Feier gewonnen Eindruck. Den Glauben wollen wir ihr lassen.

Am Ende hochverdient: Die Begegnung mit dem Nikolaus nach zwei Stunden des Singens, Tanzens und Turnens

Handball-Oberliga: HSG 1 atmet auf

Eine Abwehr aus Beton und dahinter ein bärenstarker Keeper: Mit einem 23:19 gegen die MSG Umstadt/Habitzheim tankt die 1. Herren Mut im Abstiegskampf.

Am Ende stand für die HSG 1 (Foto: am 19.10. nach dem Spiel gegen Dotzheim) abermals ein Sieg

Die 1. Herren der Handballspielgemeinschaft (HSG) VfR/Eintracht Wiesbaden kann nach dem Wochenende aufatmen. Denn die Mannschaft von Trainer Alexander Müller rührte am letzten Samstag Beton in der Abwehr an. Dahinter stand ein bärenstarker Keeper Marc Kunkel, der freie Bälle und Siebenmeter en masse parierte. Am Ende ein verdientes 23:19 gegen MSG Umstadt/Habitzheim. Aber von Beginn an.

Der Plan von Trainer Alexander Müller ging auf. Leon Walter und Milan Langheinricht standen im Zentrum der Defensive und machten von Beginn an einen guten Job. So kam es, dass man sich zu Beginn bereits mit drei Toren absetzen konnte. Vorne zog Pascal Henkelmann, nach seiner Verletzung, wieder gekonnt die Fäden. Lediglich acht Gegentreffer ließ die HSG in Halbzeit eins zu. Nach der Pause zurück auf dem Parkett, entschärfte Marc Kunkel beim Stand von 12:10, einen Siebenmeter von Acic  behielt in der heißesten Phase in Durchgang zwei nach Umstadts 15:15 die Nerven und entschärfte einen Ball nach dem Anderen. So kam es, dass die Jungs, angeführt von Lorenz Engel und Pascal Henkelmann, im Angriff sich nach und nach einen Puffer erspielen konnten. Leon Walter stand nach dem Spiel erleichtert vor der Kabine und analysierte: „Hinten waren wir konsequent und vorne deutlich ruhiger. Zuletzt hatte eher die Angst vor dem Verlieren dominiert, diesmal war es die Lust aufs Gewinnen. Die Punkte tun gut“. Leider konnte man nicht am TV Büttelborn vorbeiziehen, da dieser einen Punkt gegen die TSG Münster holte. Auch die MT Melsungen II ist der HSG weiterhin auf den Fersen. Jedoch lässt sich auf diese Leistung weiter aufbauen und macht Mut im Abstiegskampf.

M. Kunkel, Schönhaber; Kirchmeier, Hermsen (3), L. Walter, Garbo (1), Schmelzer, Seiwert (1), M. Kellner, Engel (9/3), Stadermann, Henkelmann (9), Langheinrich, Jenne

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Vereinskegeln: Prellballer setzen sich durch

Neustart einer Tradition: Sieben Eintrachtteams messen sich am zweiten Ring. Der Sieger hat die Nase klar vorn.

Am vergangenen Samstag fand auf der Kegelbahn am zweiten Ring das diesjährige Abteilungskegeln statt. Sieben Mannschaften hatten sich angemeldet. Mit ein paar Zuschauern waren insgesamt rund 40 Personen anwesend. 

Ab 13.00 Uhr konnte etwas geübt werden, was reichlich genutzt wurde. Es war schön anzuschauen, wie aus anderen Abteilungen Eintracht-Mitglieder kegeln. Dann wurde es ernst: Pro Person 50 Kugeln in die Vollen. Gegen 16.00 Uhr stand ein Sieger fest: Die Älteren der ehemaligen Prellball-Abteilung waren die Sieger. Nach drei Stunden gemütlichen Beisammenseins gingen wir wieder auseinander. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Veranstaltung kommendes Jahr wiederholt wird.

Die Ergebnisse im Überblick:

1. Prellball, 907 Kegel

2. Leichtathletik, 856 Kegel

3. Vereinsvorstand, 789 Kegel

4. Volleyball-Mix, 757 Kegel

5. Veranstaltungsausschuss , 745 Kegel

6. Volleyball, 708

7. Volleyball, 647


Volleyball kompakt: Zwischen kampfstark und Krampf pur

Der jüngste Spieltag vergangenes Wochenende war geprägt von Tie-Break-Krimis. Für ein wahres Glanzlicht sorgte unsere Regionalliga-Damen. Ein Bericht aus erster Hand.


Unser Flaggschiff: Die erste Damenmannschaft am vergangenen Samstag nach ihrem Sieg in der Regionalliga gegen Saarlouis

Toll erkämpfter erster (Heim-)Sieg unserer ersten Damen vor zehn Zuschauerinnen und Zuschauern (wir haben aber Lärm gemacht für 20…) am vergangenen Samstag gegen Saarlouis. Nach wieder starkem ersten Satz, dann 1:2 Rückstand und mit famosem Einsatz in Block und Abwehr den (ersten) Tie-Break gewonnen. Und das mit einer Aufstellung, wo mehrere Spielerinnen auf ungewohnten Positionen (stark u.a. Doreen im Mittelblock) eingesetzt werden mussten.

Sonntag waren wir/ich dann von 10 Uhr HÖ bis 17:30 Uhr in der Halle am 2. Ring, davon 5.5 Stunden Volleyball! Verschlafen startete unsere dritte Herren gegen Zeilsheim, sah dann nach zwei starken Sätzen wie der klare Sieger aus. „Gefühlt unzählige“ Matchbälle beim 27:29 im vieten Satz führten uns in den Tie-Break, der mit 15:10 dann souverän gewonnen wurde von unseren „Youngsters“ (alle noch unter 18). Vor bis zu 50 ZuschauerInnen, super!

Danach K(r)ampf pur der zweiten Herren gegen Naurod 2. Obwohl wir zwölf Spieler am Start hatten, konnten wir in Satz zwei und drei stark abwehrende Nauroder nicht bezwingen, fanden selten in einen Spielrythmus und nur Niklas Hirt/H3 punktete regelmässig.

Kleine taktische Umstellungen und „mehr Biss“ in den letzten beiden Sätzen retteten uns 2 wichtige Punkte, um Anschluss an Winkel zu halten.

Stark bei Idstein 2 unsere D3, die wie schon am letzten Spieltag zunächst wackelig begannen mit unnötigen Annahmefehlern und harmlosen Angriffen. Nach einer Auszeit dann viel stärker und aggressiver im Angriff, die Annahme lief nun deutlich besser und viele Punkte durch gute Aufschläge = 25:20. Super der 2. Satz = 25:12 und auch im dritten dieses Mal keinen Durchhänger = 25:16. Deutlicher Auswärtssieg -> mit dieser Leistung machte die Mannschaft bzw. Marisa und Julia sich selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Von Satz zu Satz besser wurden unsere zweite Damen am Sonntag bei Hofheim. Mit Respekt vor den erfahrenen Spielerinnen von Hofheim, sind wir aufs Feld gegangen. Vielleicht auch mit zu viel Respekt. Das zum Teil seid 20 (!) Jahren eingespielte Team machte unseren Mädels „das Leben schwer“ auf dem Feld. So gelang es in den ersten beiden Sätzen nicht, sich auf die doch recht unkonventionelle Spielweise der Hofheimerinnen einzustellen. Es wurden leider zu viele Fehler gemacht uns es wurde zu hektisch gespielt. Daher 7:25 und 14:25. 

Im dritten Satz dann deutliche Gegenwehr. Die Abwehr war besser eingestellt, das Zuspiel wurde sicherer und auch unsere Angreiferinnen gingen mehr zum „Angriff“ über und trauten sich mehr. Doch die Hofheimerinnen zeigten sich nervenstark. Leider hat es aber nicht ganz gereicht und der Satz ging 22:25 für Hofheim aus.