Höhenflüge mit und ohne Stab

Beim traditionellen Senioren Hallensportfest in Ludwigshafen (9.2.19) zeigten sich unsere Eintracht- Leichtathleten wieder von ihrer besten Seite. Petra Koliwer (W50) übersprang souverän 1.50m im Hochsprung und beendete dann weiteren Versuche. Das Highlight soll ja die DM in Halle/Saale werden. (1.-3.März 2019). Beim Weitsprung erreichte sie ihre Jahresbestweite im letzten Versuch mit 4.70m . Rolf Nucklies (M65) sprang im Stabhochsprung Wettbewerb Hessenrekord mit 3.20m. Diese erreichte Höhe war um so erstaunlicher, da Rolf direkt aus dem Urlaub kommend zum Wettbewerb antrat. Dr. Manfred Nink (M65) konnte seine Trainingsergebnisse im Wettkampf umsetzen und sprang sich mit 2.90m auf den dritten Platz der Deutschen Senioren Jahresbestenliste hinter Rolf Nucklies.

Eintracht-Bobfahrer rauschen zu drei Weltmeistertiteln

Kim Kalicki, Issam Ammour und Costa Laurenz sorgen beim Bob-Showdown am Königssee für einen goldenes Medaillenfeuerwerk bei den Junioren-Weltmeisterschaften.

Richard Oelsner, Issam Ammour, Eric Strauss und Costa Laurenz am 02. Februar in Königssee (Quelle: BSD/Juergen Wassmuth)

VON TIM RESTLE

Es war ein hochemotionales Wochenende für die Eintracht-Bobfahrer vor der malerischen Kulisse des verschneiten Königsees im bayrischen Berchtesgaden. Und mit was für einem glanzvollen Ausgang! Den Anfang machten am vergangenen Samstag die Zweierbobs mit doppelter Eintracht Besetzung.

Im ersten Durchgang brannten die gleich ein Feuerwerk auf der Bahn ab. Kim Kalicki startete mit Anschieberin Kira Lipperheide mit 5,22 Sekunden – einer Weltklasszeit – und fuhr mit konfortablem Vorsprung auf den dritten Platz, Platz eins und zwei noch in absoluter Schlagdistanz.

Als nächstes folgte Issam Ammour, der im Gegensatz zu Kalicki nicht den optimalen Start erwischte. 4,95 Sekunden waren gut, aber nicht das, was er sich mit Pilot Richard Oelsner (Sachsen-Oberbärenburg) vorgestellt hatte. Nach starker fahrerische Leistung stand jedoch ebenfalls Platz drei nach dem ersten Durchgang. Dabei wurden die ersten vier Platzierten gerade einmal durch vier Hundertstelsekunden voneinander getrennt. Es war also ein echtes Herzschlagfinale zu erwarten.

Weltmeistertlich! Der Viererbob vom Team Oelsner beim Zieleinlauf (Foto: BSD/ Juergen Wassmuth)

Das gab es dann auch, zunächst bei den Frauen. Bei ihnen hatte die nach dem ersten Durchgang Viertplazierte Deutsche Laura Nolte (BSC Winterberg) eine echte Angriffsfahrt auf die Bahn gebracht und lag danach in Führung. Doch dann ging unsere Spitzenbobfrau Kim Kalicki in den Eiskanal. Zwischen Nolte und Kalicki ging es um den U23-WM-Titel, da die Fahrerinnen der beiden führenden Teams aus Rumänien und Österreich dafür zu alt waren. Mit wieder gutem Start ging es in die Bahn, und Kalicki fuhr ihrem U23 WM Titel und der Medaille bei den „Großen“ sicher entgegen – eigentlich. Denn wirklich sicher gibt es im Bobsport nicht. Ein Fahrfehler von Kalicki brachte den Bob kurz zum  Querstehen, der Vorsprung war weg. Alles sah danach aus, als würde sie auf dem undankbaren vierten Platz ankommen, doch es reichte am Ende doch! Mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung sicherte sich Kalicki Platz drei in der U26-Wertung und Zugleich den U23-WM-Titel!

So sehen Weltmeister aus! Costa Laurenz (links), Kim Kalicki und Issam Amour (Foto: Tim Restle)

Anschließend war Issam Ammour gefragt. Auf Platz drei liegend hieß es für den Anschieber erstmal, die Medaille zu sichern. Das gelang ihm, und wie! Mit 4,91 Sekunden erzielte er eine absolute Spitzenzeit am Start. Issam zeigte damit, was einen  Top-Athleten auszeichnet: zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung zu bringen, um damit am Ende knapp die Nase vor zu haben. Die Winzigkeit von fünf Hunderstelsekunden war die Kombi Oelsner/Ammour im Ziel vor den führenden Österreichern. Die Medaille war sicher, und dementsprechend groß der Jubel. Nun hieß es im Ziel abzuwarten, was die verbleibenden beiden Schlittenteams machen würden. 

Zunächst ging der bayrische Lokalmatador Dennis Pihale (BRC Ohlstadt) ins Rennen, er bracht zwei Hunderstelsekunden Vorsprung mit, und diese waren am Start bereits aufgebraucht. Issams Raketenstart wurde nicht gekontert und Pihale kam mit 16 HunderstelsekundenRückstand ins Ziel. Silber war damit sicher, wieder großer Jubel im Zielraum. Jetzt kamen nur noch die Russen. 50 Sekunden später hallte dann ein Urschrei durch den Zielraum, die Russen fielen auf Platz 3 zurück. Gold für Ammour, nicht nur seine erste Medallie sondern gleich der Weltmeistertitel. Und damit der erste Zweierbob-WM-Titel bei den Männern für die Eintracht! Tränen flossen, man lag sich in den Armen ein unglaublicher Erfolg.

Am Sonntag ging es dann in den großen Schlitten. Für die Eintracht nahmen Issam Ammour und Costa Laurenz Platz im Schlitten von Richard Oelsner und Niklas Scherer im Schlitten von Dennis Pihale. Und diesmal wurde es alles ein Ganzes Stück weniger knapp. Für den einen leider, für die anderen zum Glück.

Siegreicher Vierer-Bob: Das Team Oelsner mit den beiden Eintracht-Fahrer Issam Ammour und Costa Laurenz (links) (Foto: BSD/Juergen Wassmuth)

Dennis Pihale erwischte einen rabenschwarzen Tag und verpasste trotz der guten Starts, zu den Niklas Scherer einen maßgeblichen Teil beigetragen hatte, das Podest und wurde nur Sechster.

Anders das Team Oelsner, das mit starken Starts wieder die Grundlage legte und mit zweitbester Laufbestzeit mit fast drei Zehnteln Vorsprung eine Demonstration der Stärke zeigte. Dabei schoben Isssam und Costa Richard Oelsner zu seinem ersten Vierertitel. Isssam Ammour der bisher medalllienlos war, wurde somit Doppelweltmeister und Costa Laurenz gewann zum dritten mal in Folge eine WM-Medallie und wurde zum zweiten Mal Weltmeister!


Maximale Punktausbeute

Unsere Handballer sammeln wichtige Punkte, vor allem in den beiden Oberligen. In allen drei Spielen wird es verdammt eng.

ESG Gensungen/ Felsberg    –   HSG I                29 : 27 (14 : 16)

Den Beginn am Sechs-Punkte-Wochenende machten unsere Oberliga-Jungs. Sie mussten am Samstagnachmittag auswärts gegen die ESG Gensungen/ Felsberg ran. In Gensungen ist die HSG Wiesbaden ein Angstgegner. Der letzte Punkt gegen Wiesbaden konnte Gensungen im Jahre 1982 verzeichnen und die vergangenen vier Spiele in der Oberliga gegen unsere Mannschaften gingen ebenfalls verloren. Doch dieses Jahr hingen die Trauben in Nordhessen sehr hoch, da die Mannschaft von Arnd Kauffeld als einer der Favoriten um die Hessenmeisterschaft gilt. Die Rollenverteilung war somit vor dem Spiel ganz klar umgekehrt. Und das zeigte sich direkt. Nach wenigen Sekunden krachte Spielmacher Pascal Henkelmann mit dem Kopf aufs Parkett und lag mit brummendem Schädel bis zur Pause auf der Bank. Alexander Dietz erlitt einen Pferdekuss. Das Resultat: schnell lagen die Gäste mit sechs Treffern zurück. Doch die Abwehr vor einem sehr gut aufgelegten Jannik Gippert stabilisierte sich und so konnten Garbo und Co den Abstand bis zur Halbzeit auf zwei Tore reduzieren. Man kam hoch motiviert aus der Kabine und legte der Leistung aus dem Ende der ersten Halbzeit noch eine Schippe drauf. Henkelmann kam zurück auf die Platte und schaffte durch einen Doppelschlag den Ausgleich. Das Spiel war wieder offen und das Momentum drehte sich auf die Seite der HSG. „Das war ein grandioses Zusammenspiel zwischen der Abwehr und Jannik Gippert im Tor. Was er da gezaubert hat, war genial“, sagte Garbo. „Wir haben über die Disziplin gewonnen, keinen Ball mehr hergeschenkt und waren sehr effektiv.“ Die Mammutaufgabe löste die Mannschaft bravourös. Die knapp 390 Zuschauer in der Gensunger Handballhalle wurden ganz still, als Kosta Schreiber einen Ball nach dem Anderen mit seiner Schnelligkeit abfing und somit leichte Gegenstoßtore der Gensunger zunichte machte. Am Ende Stand ein verdienter Sieg auf Seiten der HSG und man konnte auf Tabellenplatz neun klettern. Die zwei Punkte wurden danach noch mit der gesamten Mannschaft kräftig gefeiert.

Gippert, Horn; Kirchmeier (4), T. Walter (1), L. Walter (5), Garbo (2), Hutmacher (4), Schmelzer (3), Schreiber (2), Engel (4), Stadermann, Henkelmann (4), Dietz.

HSG Damen  –  HSG Sulzbach/ Leidersbach     25 : 23 (10 : 13) 

Danach sammelten unsere Oberliga Damen die nächsten Punkte ein. Für die Mannschaft von Jens Möller war es das erste Spiel im Jahr 2019, welches ganz unter dem Motto des „Endspiels“ stand. Denn es ging gegen den Tabellenletzten. Zu Gast war die HSG Sulzbach/ Leidersbach, gegen die man unbedingt gewinnen musste, wenn man die Sicht auf das rettende Ufer nicht ganz verlieren wollte. Doch der Druck machte sich bemerkbar bei unseren Aufsteiger-Mädels. Bis zur 23. Minute war es ein offenes Spiel. Dann bekam Nina Riehl, die bis dahin auffälligste Spielerin der HSG eine 2-Minuten-Strafe und die HSG Sulzbach/ Leidersbach konnte mit drei Toren in Folge mit einer 10:13 Führung in die Kabine gehen. Doch die Spielerinnen um Kapitänin Magda Werer steckten nicht auf und kamen mit Energie aus der Kabine. Sie ließen sich nicht abschütteln und gingen in der 47. Minute durch zwei Tore durch Nina Riehl wieder in Führung. Diese Führung gaben Sie bis zum Ende des Spiels nicht mehr her und konnten die zwei Punkte in Wiesbaden behalten. Keine Frage, dass dieser Erfolg in die Kategorie „dreckiger Sieg“ fällt. Möller war das egal. „Hauptsache, wir sind am Ende cool geblieben.“  Ein Sonderlob des Trainers bekamen Torfrau Benita Schneider mit zahlreichen Glanzparaden und Rechtsaußen Nina Riehl mit acht blitzsauberen Treffern. „Das war eine Punktlandung“, war Möller froh, dass sein Team am Ende als Sieger vom Platz ging.

Weis, Schneider, Schubert; Sherlock (1), Riehl (8), Großkurth (1), Schlitz, Becht (2), Sulejmani, Michel, Hermenau (9/5), Kaminsky, Werer (4), Hampel.

TSG Ober-Eschbach – HSG II 30 : 31 (13 : 17)

Am späten Samstagabend ging es für die zweite Mannschaft der HSG zum schweren Auswärtsspiel Richtung Frankfurt zur TSG Ober-Eschbach. An diesem Tag stand uns aus diversen Gründen nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Gastgebern, die mit einer kompletten Mannschaft aufliefen. Nichtsdestotrotz wusste man um die eigene Stärke. Somit konnte bei einem Spiel der HSG II mal wieder alles passieren. Hoch motiviert ging es für die Gäste los. Die vorgenommene Taktik glänzend umsetzend, agierten die Wiesbadener aus einer agilen Deckung sehr variabel. Zusätzlich war Pirmin Haas, im Tor, gleich voll da, so dass die ersten Angriffe der Gastgeber entweder abgefangen oder vom Torhüter pariert werden konnten. Im Gegenzug liefen die Wiesbadener eine erste und zweite Welle nach der anderen, so dass man sich gleich einen ordentlichen Vorsprung erwehren konnte (0:4). Aus dem gebundenen Spiel wirkten die Gäste sehr konzentriert und immer darauf bedacht, bis zu einer klaren Torchance zu spielen, die entweder oftmals direkt verwandelt oder über den Umweg Sienenmeter in ein Tor umgemünzt wurde. So zog man bis auf 8:13 davon und konnte schließlich mit einem 13:17 Vorsprung in die Pause gehen. Den Schwung eindeutig mitnehmend, knüpfte unsere zweite Mannschaft zunächst nahtlos an ihre gute Vorstellung aus der ersten Hälfte an. Eine bewegliche Abwehr verleitete Ober-Eschbach zu schwierigen Würfen, die eine sichere Beute für den Torwart waren. Das heute schnelle Spiel nach vorne sorgte dann für eine 13:19 – Führung. Dann stellten die Gastgeber ihre Abwehr um und es begann auf beiden Seiten ein munteres Siebenmeter-Werfen. Viele Eins-zu-Eins-Aktionen sorgten immer wieder für Strafwürfe, Zeitstrafen und sogar eine rote Karte. Während Ober-Eschbach einen Siebenmeter nach dem anderen verwandelte, brachten die Wiesbadener zunächst keinen Wurf mehr im gegnerischen Gehäuse unter. Dementsprechend schmolz der sichere Vorsprung dahin. Ober-Eschbach witterte nun seine Chance und konnte die HSG zu einigen unvorbereiteten Würfen zwingen, die vom gegnerischen Torwart pariert wurden. In den letzten zehn Minuten stieg dann die Spannung immer weiter an. Die Gastgeber kamen immer näher heran und eine Minute vor dem Ende schließlich zum Ausgleich (30:30). Nach dem Anwurf der Wiesbadener hoben die Schiedsrichter direkt das passive Vorwarnzeichen. Florian Rausch, der an diesem sehr gut aufgelegt war, nahm sich ein Herz und netzte ein. Im Gegenzug hatten die Gastgeber noch genügend Zeit den Ausgleich zu erzielen. Jedoch ein gutes Rückzugsverhalten sowie eine wachsame Abwehr verhinderten die Punkteteilung. Abpfiff. Auswärtssieg! Die Freude bei allen Beteiligten war sehr groß nach einem über weite Strecken guten und schließlich sehr spannenden Spiel. Hatte man in der Vorwoche noch Pech bei der Niederlage in der letzten Sekunde, hatte man nun mal das Glück auf seiner Seite. Kompliment an die Mannschaft! Sie zeigte einen tollen Kampfgeist, den es auch über die restlichen Saisonspiele gilt

beizubehalten.  

Pirmin Haas und Sven Eisenbach (im Tor), Marek Watzka (3), Tobias Moos, Giovanni Franco (3), Lukas Moos (4/2), André Seiwert (3), Florian Rausch (14/2), Noah Vella (4) und Nedeljko Andjelovic!

HSG-Handballer 

ESG Gensungen/ Felsberg    –   HSG I                29 : 27 (14 : 16)

Den Beginn am Sechs-Punkte-Wochenende machten unsere Oberliga-Jungs. Sie mussten am Samstagnachmittag auswärts gegen die ESG Gensungen/ Felsberg ran. In Gensungen ist die HSG Wiesbaden ein Angstgegner. Der letzte Punkt gegen Wiesbaden konnte Gensungen im Jahre 1982 verzeichnen und die vergangenen vier Spiele in der Oberliga gegen unsere Mannschaften gingen ebenfalls verloren. Doch dieses Jahr hingen die Trauben in Nordhessen sehr hoch, da die Mannschaft von Arnd Kauffeld als einer der Favoriten um die Hessenmeisterschaft gilt. Die Rollenverteilung war somit vor dem Spiel ganz klar umgekehrt. Und das zeigte sich direkt. Nach wenigen Sekunden krachte Spielmacher Pascal Henkelmann mit dem Kopf aufs Parkett und lag mit brummendem Schädel bis zur Pause auf der Bank. Alexander Dietz erlitt einen Pferdekuss. Das Resultat: schnell lagen die Gäste mit sechs Treffern zurück. Doch die Abwehr vor einem sehr gut aufgelegten Jannik Gippert stabilisierte sich und so konnten Garbo und Co den Abstand bis zur Halbzeit auf zwei Tore reduzieren. Man kam hoch motiviert aus der Kabine und legte der Leistung aus dem Ende der ersten Halbzeit noch eine Schippe drauf. Henkelmann kam zurück auf die Platte und schaffte durch einen Doppelschlag den Ausgleich. Das Spiel war wieder offen und das Momentum drehte sich auf die Seite der HSG. „Das war ein grandioses Zusammenspiel zwischen der Abwehr und Jannik Gippert im Tor. Was er da gezaubert hat, war genial“, sagte Garbo. „Wir haben über die Disziplin gewonnen, keinen Ball mehr hergeschenkt und waren sehr effektiv.“ Die Mammutaufgabe löste die Mannschaft bravourös. Die knapp 390 Zuschauer in der Gensunger Handballhalle wurden ganz still, als Kosta Schreiber einen Ball nach dem Anderen mit seiner Schnelligkeit abfing und somit leichte Gegenstoßtore der Gensunger zunichte machte. Am Ende Stand ein verdienter Sieg auf Seiten der HSG und man konnte auf Tabellenplatz neun klettern. Die zwei Punkte wurden danach noch mit der gesamten Mannschaft kräftig gefeiert.

Gippert, Horn; Kirchmeier (4), T. Walter (1), L. Walter (5), Garbo (2), Hutmacher (4), Schmelzer (3), Schreiber (2), Engel (4), Stadermann, Henkelmann (4), Dietz.

HSG Damen  –  HSG Sulzbach/ Leidersbach     25 : 23 (10 : 13) 

Danach sammelten unsere Oberliga Damen die nächsten Punkte ein. Für die Mannschaft von Jens Möller war es das erste Spiel im Jahr 2019, welches ganz unter dem Motto des „Endspiels“ stand. Denn es ging gegen den Tabellenletzten. Zu Gast war die HSG Sulzbach/ Leidersbach, gegen die man unbedingt gewinnen musste, wenn man die Sicht auf das rettende Ufer nicht ganz verlieren wollte. Doch der Druck machte sich bemerkbar bei unseren Aufsteiger-Mädels. Bis zur 23. Minute war es ein offenes Spiel. Dann bekam Nina Riehl, die bis dahin auffälligste Spielerin der HSG eine 2-Minuten-Strafe und die HSG Sulzbach/ Leidersbach konnte mit drei Toren in Folge mit einer 10:13 Führung in die Kabine gehen. Doch die Spielerinnen um Kapitänin Magda Werer steckten nicht auf und kamen mit Energie aus der Kabine. Sie ließen sich nicht abschütteln und gingen in der 47. Minute durch zwei Tore durch Nina Riehl wieder in Führung. Diese Führung gaben Sie bis zum Ende des Spiels nicht mehr her und konnten die zwei Punkte in Wiesbaden behalten. Keine Frage, dass dieser Erfolg in die Kategorie „dreckiger Sieg“ fällt. Möller war das egal. „Hauptsache, wir sind am Ende cool geblieben.“  Ein Sonderlob des Trainers bekamen Torfrau Benita Schneider mit zahlreichen Glanzparaden und Rechtsaußen Nina Riehl mit acht blitzsauberen Treffern. „Das war eine Punktlandung“, war Möller froh, dass sein Team am Ende als Sieger vom Platz ging.

Weis, Schneider, Schubert; Sherlock (1), Riehl (8), Großkurth (1), Schlitz, Becht (2), Sulejmani, Michel, Hermenau (9/5), Kaminsky, Werer (4), Hampel.

TSG Ober-Eschbach – HSG II 30 : 31 (13 : 17)

Am späten Samstagabend ging es für die zweite Mannschaft der HSG zum schweren Auswärtsspiel Richtung Frankfurt zur TSG Ober-Eschbach. An diesem Tag stand uns aus diversen Gründen nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Gastgebern, die mit einer kompletten Mannschaft aufliefen. Nichtsdestotrotz wusste man um die eigene Stärke. Somit konnte bei einem Spiel der HSG II mal wieder alles passieren. Hoch motiviert ging es für die Gäste los. Die vorgenommene Taktik glänzend umsetzend, agierten die Wiesbadener aus einer agilen Deckung sehr variabel. Zusätzlich war Pirmin Haas, im Tor, gleich voll da, so dass die ersten Angriffe der Gastgeber entweder abgefangen oder vom Torhüter pariert werden konnten. Im Gegenzug liefen die Wiesbadener eine erste und zweite Welle nach der anderen, so dass man sich gleich einen ordentlichen Vorsprung erwehren konnte (0:4). Aus dem gebundenen Spiel wirkten die Gäste sehr konzentriert und immer darauf bedacht, bis zu einer klaren Torchance zu spielen, die entweder oftmals direkt verwandelt oder über den Umweg Sienenmeter in ein Tor umgemünzt wurde. So zog man bis auf 8:13 davon und konnte schließlich mit einem 13:17 Vorsprung in die Pause gehen. Den Schwung eindeutig mitnehmend, knüpfte unsere zweite Mannschaft zunächst nahtlos an ihre gute Vorstellung aus der ersten Hälfte an. Eine bewegliche Abwehr verleitete Ober-Eschbach zu schwierigen Würfen, die eine sichere Beute für den Torwart waren. Das heute schnelle Spiel nach vorne sorgte dann für eine 13:19 – Führung. Dann stellten die Gastgeber ihre Abwehr um und es begann auf beiden Seiten ein munteres Siebenmeter-Werfen. Viele Eins-zu-Eins-Aktionen sorgten immer wieder für Strafwürfe, Zeitstrafen und sogar eine rote Karte. Während Ober-Eschbach einen Siebenmeter nach dem anderen verwandelte, brachten die Wiesbadener zunächst keinen Wurf mehr im gegnerischen Gehäuse unter. Dementsprechend schmolz der sichere Vorsprung dahin. Ober-Eschbach witterte nun seine Chance und konnte die HSG zu einigen unvorbereiteten Würfen zwingen, die vom gegnerischen Torwart pariert wurden. In den letzten zehn Minuten stieg dann die Spannung immer weiter an. Die Gastgeber kamen immer näher heran und eine Minute vor dem Ende schließlich zum Ausgleich (30:30). Nach dem Anwurf der Wiesbadener hoben die Schiedsrichter direkt das passive Vorwarnzeichen. Florian Rausch, der an diesem sehr gut aufgelegt war, nahm sich ein Herz und netzte ein. Im Gegenzug hatten die Gastgeber noch genügend Zeit den Ausgleich zu erzielen. Jedoch ein gutes Rückzugsverhalten sowie eine wachsame Abwehr verhinderten die Punkteteilung. Abpfiff. Auswärtssieg! Die Freude bei allen Beteiligten war sehr groß nach einem über weite Strecken guten und schließlich sehr spannenden Spiel. Hatte man in der Vorwoche noch Pech bei der Niederlage in der letzten Sekunde, hatte man nun mal das Glück auf seiner Seite. Kompliment an die Mannschaft! Sie zeigte einen tollen Kampfgeist, den es auch über die restlichen Saisonspiele gilt beizubehalten.

Pirmin Haas und Sven Eisenbach (im Tor), Marek Watzka (3), Tobias Moos, Giovanni Franco (3), Lukas Moos (4/2), André Seiwert (3), Florian Rausch (14/2), Noah Vella (4) und Nedeljko Andjelovic


Europacupsieg für Christian Hammers

Auf der schwierigen Bahn im lettischen Sigulda war das -Eintracht-Duo Christian Hammers und sein Pilot Christoph Hafer nicht zu stoppen. Bei ihrem Sieg gelang es ihnen nicht nur Lokalmatador und Weltcupstarter Ralf Berzins auf seiner Heimbahn hinter sich zu lassen, sondern man luchste Olympiasieger Francesco Friedrich auch noch gleich seinen Bahnrekord ab, den dieser beim Weltcup am Anfang der Saison aufgestellt hatte. Damit endet eine erfolgreiche Europacupsaison für Christian Hammers mit einem weiteren Sieg, während es für die Eintracht Junioren nächste Woche bei den Weltmeisterschaften am Königsee um Edelmetall geht.