Ammour und Kalicki gewinnen Leistungstests in Oberhof

Der zentrale Leistungstest in Oberhof läutet wie jedes Jahr die Bobsaison ein und liefert eine erste Standortbestimmung für die Saison. Die fiel mehr als positiv aus. „Wir haben den in der Breite und Spitze besten Leistungstest seit dem bestehen des Wiesbadener Stützpunktes gesehen“, zog Landestrainer Tim Restle Bilanz.

Höhepunkt aus Eintracht Sicht war der erste Sieg von Issam Ammour in der Männerkonkurrenz auf der Position Seite, die er souverän für sich entscheiden konnte. Darüber hinaus gelang Ammour mit dem zweiten Platz auf der Position Bremse und einem dritten Platz in der Viererbob Simulation zwei weitere Podestplätze.

„Das war ein beindruckender Auftritt von Issam, der nochmal ein neues Level erreicht hat und sich endlich den ersten Testsieg holen konnte, nachdem er in den vergangenen Jahren oft dicht dran war“, lobte Verbandschefin Erica Fischbach ihren Schützling.

Für den zweiten Sieg des Wiesbadener Stützpunkts sorgte Pilotin Kim Kalicki, die in einem Herzschlagfinale eine Hunderstelsekunde vor Olympiasiegerin Lisa Buckwitz und zwei Hundestelsekunden vor Trainingspartnerin Maureen Zimmer, die ein starkes Debüt auf der Pilotenposition feierte, ins Ziel kam. Mit einem sechten Platz in der Männerkonkurrenz auf der Position Seite zeigte sich auch Christian Hammers in Topform.

Insgesamt gelangen dem Wiesbadner Stützpunkt elf Top-Ten Platzierungen und drei Siege in der Nachwuchskonkurrenz durch Neuzugang Malte Schwenzfeier. 

Generalprobe in Wettenberg

Probe vor der Generalprobe: Unser Herren-Spitzenteam im Training

Endlich geht es wieder los! Vor dem Saisonstart testete die HSG 1 beim Oberligisten aus Wettenberg mit dem ehemaligen Trainer Axel Spandau.

Beide Trainer nutzten dieses Spiel um letzte personelle Formationen zu prüfen und allen Spielern die Möglichkeiten zu geben, sich für die Runde zu empfehlen.

Gegen den gestandenen Oberligisten machte unser Team einen guten Job. Die Abwehr präsentierte sich zweikampfstark, wenn auch manchmal ein bisschen zu defensiv. In der Offensive konnte man mit viel Dynamik agieren und zeigte sich auch im Zusammenspiel schon sehr weit. Bis zur 50. Minute führte die HSG 1 durchgehend mit zwei bis vier Toren. In den letzten zehn Minuten häuften sich jedoch die Fehler im Angriff auf ein Maximum, was eiskalt in einen Sechs-zu-Null-Lauf Wettenbergs umgewandelt wurde. Das war sicherlich auch eine Folge der komplett durcheinandergewürftelten Aufstellung Wiesbadens in der Schlussphase.

So gewann die HSG Wettenberg mit 28:25. Beide Trainer waren sich aber nach dem Spiel einig, dass es ein guter Test war. Die Generalprobe ist somit abgeschlossen und nun fiebert das Team dem Saisonstart bei TSF Heuchelheim entgegen.

Kunstturnerinnen räumen bei Hessischen Meisterschaften ab

Medaillenregen für unsere Mädchen in Wellerode – inklusive Meistertitel.

Zehn unserer Turnerinnen konnten wir zu den diesjährigen Hess. Meisterschaften im Mehrkampf als auch an den Einzelgeräten in der Altersklasse 7 bis 11 melden.

Unsere Jüngsten in der Altersklasse 7 platzierten sich im größten Teilnehmerfeld des Tages mit Platz 10 im Mehrkampf für Nelya Schick (47,25 Pkt.), Juno Steup belegte Platz 18 (43,75 Pkt.) und Miroslava Levitzkiy errang Platz 24 (40,15 Pkt.).

In der Altersklasse der 8-jährigen konnte Eva van Cauwenberg ihren Erfolg vom letzten Jahr wiederholen und erkämpfte sich mit 55,25 Pkt. und nur einem Zehntel Rückstand zum ersten Platz die Vizemeisterschaft im Vierkampf. Gleichzeitig gewann sie die Silbermedaille am Barren mit 14,60 Pkt. Ihre Alterskameradinnen Ritwika Das und Magdalena Lang belegten im Mehrkampf einen sehr guten 9. und 10. Platz mit jeweils 50,25 Pkt. und 49,95 Pkt.

In der Altersklasse 9 erkannte man spätestens mit einer gewaltigen Sprungwertung am zweiten Gerät die Führung durch Valasia Konstantinidou im Vierkampf. Valasia konnte diesen Vorsprung sogar durch die zweitbeste Stufenbarrenwertung und die drittbeste Balkenwertung noch ausbauen, so dass sie sich mit erturnten 63,10 Pkt. den Hessischen Meistertitel in der Altersklasse 9 sicherte. Zudem erturnte sie sich den Meistertitel am Sprung mit 17,65 Pkt., den Vizetitel am Stufenbarren mit 15,45 Pkt und die Bronzemedaille mit 15,25 Pkt. amSchwebebalken. Ihre Vereinskameradin Marla Leugner-Vilela erturnte sich mit 61,20 Pkt. den hart umkämpften Vizetitel. Marla lag nach dem 2. Gerät noch auf Platz vier und konnte aber mit einer sauber durchgeturnten Balkenübung als letztes Gerät nicht nur die Silbermedaille mit 15,55 Pkt. sichern, sondern auch in der Gesamtwertung an der Konkurrenz aus Wellerode vorbeiziehen. An Ihrem Lieblingsgerät erturnte sich Marla mit 14,85 Pkt. ebenfalls den Vizetitel. Svetlana Levitzkiy erzielte mit 56,55 Pkt. den zehnten Platz. Hervorzuheben ist, dass Svetlana die sauberste Barrenübung präsentierte, Platz 5 in der Einzelwertung an diesem Gerät mit erturnten 14,60 Pkt.

In der Altersklasse 11 zeigte Alva Pedersen mit dem Vizetitel und erturnten 50,55 Pkt. ihr Können. Ihre Konkurrentin aus Heussenstamm war auch an den Einzelgeräten nicht zu schlagen, so dass Alva auch an den vier Einzelgeräten mit dem Vizetitel geehrt wurde.

Am späten Nachmittag erturnten sich die hessischen Kürturnerinnen die Mannschaftsmeisterschaft unter 7 gestarteten Vereinen. Beyza Cumart, Lilly Pöpperl, Anouk Almeida de Oliveira und Seyna N`Doye erturnten sich mit dem dritten Platz einen Pokal mit erreichten 123,85 Pkt.

Mit insgesamt zwei Gold-, elf Silber- und einer Bronzemedaille bestätigten unsere Turnerinnen, dass sie in allen Altersklassen zweifelsfrei zur Hessischen Spitze gehören.

Tennisabteilung boomt

Herren I Mannschaft am letzten Spieltag (1.9.) bei uns auf der Anlage, von links: Christopher Wendland, Nico Ritz, Julian Vesshoff und Filip Antonijevic

Die Jugend feiert Erfolge. Die Abteilung wächst. Was ist das Erfolgsgeheimnis? Nicole Suckert vom Wiesbadener Kurier hat sich bei unseren Tennisspielern umgesehen.

Die Damen sind Meister in der Bezirksoberliga und in die Gruppenliga aufgestiegen, die erste Herrenmannschaft ist Meister in der Bezirksliga und in die Bezirksoberliga aufgestiegen. Und auch die Jugend ist nicht minder erfolgreich: U18- und U14-Mannschaften haben ebenfalls Meistertitel eingeheimst, die erste U18-Mannschaft ist in die Gruppenliga aufgestiegen, die zweite in die Bezirksoberliga, die U14-Mannschaft hat sich für die Endrunde um die Hessenmeisterschaft qualifiziert, die vom 13. bis zum 15. September in Kassel stattfindet.

Die Tennisabteilung der TuS Eintracht Wiesbaden scheint nur eine Richtung zu kennen: Es geht nach oben. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis? „Da gibt es zwei große Stützpfeiler“, sagt der Abteilungsleiter Andreas Wendland. Zum einen sei da mit Marc Schechter ein hauptamtlicher Trainer, der mit seiner Tennisschule gerade die Jugend besonders fördert. Zum anderen sei da die Vereinsgaststätte „Club“, die verpachtet ist und seit 2010 von Adi Fajkovic bewirtet wird, der die Mitglieder verwöhne. „So müssen die Mitglieder das Vereinsheim nicht selbst bewirten.“ Die Gaststätte würde die gute Stimmung und den Zusammenhalt, der ohnehin schon herrsche, noch weiter stärken. „Die Atmosphäre bei uns ist sehr familiär.“

Wo in anderen vielen hessischen Vereinen die Mitgliederzahlen eher rückläufig seien, würde die Eintracht in den vergangenen Jahren stetigen leichten Anstieg verbuchen. Interessant hierbei: Rund die Hälfte der 197 Mitglieder sind Jugendliche, etwa die Hälfte der 17 Mannschaften sind Jugendmannschaften. Spieler wie Filip Antonijevic sind nicht nur in der U14- und in der U18-, sondern auch in der ersten Herrenmannschaft zu finden. „Die Jugendlichen werden bei uns besonders gefördert“, sagt Wendland. „Dass sie das schätzen, merkt man daran, dass sie bleiben. Wir kümmern uns. Viele spielen schon seit Jahren in der gleichen Mannschaft.“ Bei anderen Vereinen gebe es da mehr Fluktuation.

„Es wird auch keiner ausgelacht“

Einige Eintracht-Spieler würden im Gegenteil sogar erschwerte Bedingungen in Kauf nehmen. „Zum Beispiel wird Oliver Müller von seinen Eltern regelmäßig von Delkenheim zu uns gefahren. Über die Salzbachtalbrücke ist das ja auch kein Spaß.“Wie eine Aufwärtsspirale ziehe der Erfolg immer wieder neue Mitglieder an, die wiederum zu diesem beitragen.

„Wir sind aber nicht nur auf Erfolg ausgerichtet“, sagt Wendland. Ein Beispiel dafür sei der Kurs „Fast Learning“, der auf Anfänger oder auf solche, deren Tennis-Routine schon lange zurückliegt, ausgerichtet ist. „Man kann bei uns auch einfach nur Tennis spielen – ohne Wettbewerb. Und es wird auch keiner ausgelacht.“

Nicole Suckert hat diesen Artikel geachrieben. Erschienen ist er am 7. September 2019 im Wiesbadener Kurier. Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.