Handball-Oberliga: HSG 1 atmet auf

Eine Abwehr aus Beton und dahinter ein bärenstarker Keeper: Mit einem 23:19 gegen die MSG Umstadt/Habitzheim tankt die 1. Herren Mut im Abstiegskampf.

Am Ende stand für die HSG 1 (Foto: am 19.10. nach dem Spiel gegen Dotzheim) abermals ein Sieg

Die 1. Herren der Handballspielgemeinschaft (HSG) VfR/Eintracht Wiesbaden kann nach dem Wochenende aufatmen. Denn die Mannschaft von Trainer Alexander Müller rührte am letzten Samstag Beton in der Abwehr an. Dahinter stand ein bärenstarker Keeper Marc Kunkel, der freie Bälle und Siebenmeter en masse parierte. Am Ende ein verdientes 23:19 gegen MSG Umstadt/Habitzheim. Aber von Beginn an.

Der Plan von Trainer Alexander Müller ging auf. Leon Walter und Milan Langheinricht standen im Zentrum der Defensive und machten von Beginn an einen guten Job. So kam es, dass man sich zu Beginn bereits mit drei Toren absetzen konnte. Vorne zog Pascal Henkelmann, nach seiner Verletzung, wieder gekonnt die Fäden. Lediglich acht Gegentreffer ließ die HSG in Halbzeit eins zu. Nach der Pause zurück auf dem Parkett, entschärfte Marc Kunkel beim Stand von 12:10, einen Siebenmeter von Acic  behielt in der heißesten Phase in Durchgang zwei nach Umstadts 15:15 die Nerven und entschärfte einen Ball nach dem Anderen. So kam es, dass die Jungs, angeführt von Lorenz Engel und Pascal Henkelmann, im Angriff sich nach und nach einen Puffer erspielen konnten. Leon Walter stand nach dem Spiel erleichtert vor der Kabine und analysierte: „Hinten waren wir konsequent und vorne deutlich ruhiger. Zuletzt hatte eher die Angst vor dem Verlieren dominiert, diesmal war es die Lust aufs Gewinnen. Die Punkte tun gut“. Leider konnte man nicht am TV Büttelborn vorbeiziehen, da dieser einen Punkt gegen die TSG Münster holte. Auch die MT Melsungen II ist der HSG weiterhin auf den Fersen. Jedoch lässt sich auf diese Leistung weiter aufbauen und macht Mut im Abstiegskampf.

M. Kunkel, Schönhaber; Kirchmeier, Hermsen (3), L. Walter, Garbo (1), Schmelzer, Seiwert (1), M. Kellner, Engel (9/3), Stadermann, Henkelmann (9), Langheinrich, Jenne

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Vereinskegeln: Prellballer setzen sich durch

Neustart einer Tradition: Sieben Eintrachtteams messen sich am zweiten Ring. Der Sieger hat die Nase klar vorn.

Am vergangenen Samstag fand auf der Kegelbahn am zweiten Ring das diesjährige Abteilungskegeln statt. Sieben Mannschaften hatten sich angemeldet. Mit ein paar Zuschauern waren insgesamt rund 40 Personen anwesend. 

Ab 13.00 Uhr konnte etwas geübt werden, was reichlich genutzt wurde. Es war schön anzuschauen, wie aus anderen Abteilungen Eintracht-Mitglieder kegeln. Dann wurde es ernst: Pro Person 50 Kugeln in die Vollen. Gegen 16.00 Uhr stand ein Sieger fest: Die Älteren der ehemaligen Prellball-Abteilung waren die Sieger. Nach drei Stunden gemütlichen Beisammenseins gingen wir wieder auseinander. Verbunden mit der Hoffnung, dass die Veranstaltung kommendes Jahr wiederholt wird.

Die Ergebnisse im Überblick:

1. Prellball, 907 Kegel

2. Leichtathletik, 856 Kegel

3. Vereinsvorstand, 789 Kegel

4. Volleyball-Mix, 757 Kegel

5. Veranstaltungsausschuss , 745 Kegel

6. Volleyball, 708

7. Volleyball, 647

Volleyball kompakt: Zwischen kampfstark und Krampf pur

Der jüngste Spieltag vergangenes Wochenende war geprägt von Tie-Break-Krimis. Für ein wahres Glanzlicht sorgte unsere Regionalliga-Damen. Ein Bericht aus erster Hand.

Unser Flaggschiff: Die erste Damenmannschaft am vergangenen Samstag nach ihrem Sieg in der Regionalliga gegen Saarlouis

Toll erkämpfter erster (Heim-)Sieg unserer ersten Damen vor zehn Zuschauerinnen und Zuschauern (wir haben aber Lärm gemacht für 20…) am vergangenen Samstag gegen Saarlouis. Nach wieder starkem ersten Satz, dann 1:2 Rückstand und mit famosem Einsatz in Block und Abwehr den (ersten) Tie-Break gewonnen. Und das mit einer Aufstellung, wo mehrere Spielerinnen auf ungewohnten Positionen (stark u.a. Doreen im Mittelblock) eingesetzt werden mussten.

Sonntag waren wir/ich dann von 10 Uhr HÖ bis 17:30 Uhr in der Halle am 2. Ring, davon 5.5 Stunden Volleyball! Verschlafen startete unsere dritte Herren gegen Zeilsheim, sah dann nach zwei starken Sätzen wie der klare Sieger aus. „Gefühlt unzählige“ Matchbälle beim 27:29 im vieten Satz führten uns in den Tie-Break, der mit 15:10 dann souverän gewonnen wurde von unseren „Youngsters“ (alle noch unter 18). Vor bis zu 50 ZuschauerInnen, super!

Danach K(r)ampf pur der zweiten Herren gegen Naurod 2. Obwohl wir zwölf Spieler am Start hatten, konnten wir in Satz zwei und drei stark abwehrende Nauroder nicht bezwingen, fanden selten in einen Spielrythmus und nur Niklas Hirt/H3 punktete regelmässig.

Kleine taktische Umstellungen und „mehr Biss“ in den letzten beiden Sätzen retteten uns 2 wichtige Punkte, um Anschluss an Winkel zu halten.

Stark bei Idstein 2 unsere D3, die wie schon am letzten Spieltag zunächst wackelig begannen mit unnötigen Annahmefehlern und harmlosen Angriffen. Nach einer Auszeit dann viel stärker und aggressiver im Angriff, die Annahme lief nun deutlich besser und viele Punkte durch gute Aufschläge = 25:20. Super der 2. Satz = 25:12 und auch im dritten dieses Mal keinen Durchhänger = 25:16. Deutlicher Auswärtssieg -> mit dieser Leistung machte die Mannschaft bzw. Marisa und Julia sich selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Von Satz zu Satz besser wurden unsere zweite Damen am Sonntag bei Hofheim. Mit Respekt vor den erfahrenen Spielerinnen von Hofheim, sind wir aufs Feld gegangen. Vielleicht auch mit zu viel Respekt. Das zum Teil seid 20 (!) Jahren eingespielte Team machte unseren Mädels „das Leben schwer“ auf dem Feld. So gelang es in den ersten beiden Sätzen nicht, sich auf die doch recht unkonventionelle Spielweise der Hofheimerinnen einzustellen. Es wurden leider zu viele Fehler gemacht uns es wurde zu hektisch gespielt. Daher 7:25 und 14:25. 

Im dritten Satz dann deutliche Gegenwehr. Die Abwehr war besser eingestellt, das Zuspiel wurde sicherer und auch unsere Angreiferinnen gingen mehr zum „Angriff“ über und trauten sich mehr. Doch die Hofheimerinnen zeigten sich nervenstark. Leider hat es aber nicht ganz gereicht und der Satz ging 22:25 für Hofheim aus.

Sechs Bobfahrer starten international

Zwei Weltcup- und vier Europacuptickets lösen die Eintracht-Wintersportler. Christoph Haffner gelingt bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg eine Sensation.

Kim Kalicki und Maureen Zimmer (beide Eintracht) bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg

Gleich sechs Bob-Athleten der Eintracht werden in der ersten Hälfte der neuen Saison für Deutschland international an den Start gehen. Ausgefahren wurden die Plätze in den vergangenen Wochen bei drei Rennen: Den Deutschen Meisterschaften in Winterberg (27./28.10.), sowie in Altenberg (11./12.11.) und am Königsee (23./24.11.). Dort waren unsere Athleten gewohnt erfolgreich. Christian Hammers gelang es bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg mit starken Startzeiten im Viererbob seinen Piloten Christoph Hafer auf Platz zwei zu schieben. Dabei ließen sie sensationell den Viererbob von Weltmeister Johannes Lochner hinter sich.

Siege bei den Selektionsrennen konnten auch Niklas Scherer und Peter Adjai im Viererbob, sowie Maureen Zimmer im Zweierbob bei den Rennen am Königsee einfahren.  Ebenfalls erfolgreich war Issam Ammour, der bei den Rennen in Altenberg seinen Piloten Richar Oelsner im Zweierbob auf Platz zwei schob.

Lohn dieser Erfolge waren die Weltcupnominierung für Issam Ammour und Maureen Zimmer. Für Peter Adjayi, Costa Laurenz, Niklas Scherer und Christian Hammers sprang jeweils eine Europacupnominierung heraus.

Alle HSG-Aktiven in Hessen unterwegs

Egal, ob Erste, Zweite, Dritte oder Mädels – unsere Handballer rollen durch Stadt, Land und Region. Auf sie warten schwere Aufgaben.

Die HSG-Reise beginnt mit der HSG III. Die „Dritte“ hat eine sehr kurze Anreise, denn Sie bleiben in Wiesbaden und spielt trotzdem nicht Zuhause. Die Auswärtsspielstätte befindet sich lediglich eine kurze Fahrt von unserer „GuddStubb“ entfernt. Und zwar geht die Reise zum TB Wiesbaden. Die Handballabteilung des Turnerbundes konnte noch keine Punkte in der Klasse sammeln. Und dies soll sich am Samstag, den 24.11. um 18:30 Uhr auch nicht ändern. Die Tabelle deutet auf eine klare Sache hin, jedoch muss jedes Spiel gespielt werden und die HSG III geht hochkonzentriert in das Spiel, um an der Tabellenspitze dran zu bleiben.

Den nächste Halt macht der HSG Bus am Samstag um 19:30 Uhr in der Erich-Kästner-Schule in Oberursel. Die Damen müssen gegen den letztjährigen Tabellenzweiten, und zwar gegen die TSG Oberursel. Vergangenes Jahr hatte sie lange um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg mitgespielt. 

Jedoch mussten sie sich am Ende der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden geschlagen geben. Diese Oberligasaison begann für den Gastgeber jedoch eher negativ. Der personelle Umbruch hatte zwei Niederlagen zur Folge. Im Spiel gegen Fritzlar fing sich die Mannschaft jedoch um das Trainerteam Alexandra Müller und Paul Günther und die TSG ist seit dem ungeschlagen. Der Tabellenvierte geht also mit viel Selbstvertrauen in dieses Spiel. 

Ganz anders sieht es bei unseren Mädels aus. Zwar zeigte man im letzten Heimspiel gegen den hoch favorisierten TV Hüttenberg ein starke Leistung. Leider reichte es aber wieder nicht für einen Punktgewinn. Am Ende stand die vierte Niederlage in Folge zu Buche. Aber trotzdem die Formkurve des „Möller-Teams“ nach oben. und darauf lässt sich aufbauen. Leider konnte die Mannschaft krankheitsbedingt unter der Woche auch nur mit wenigen Leuten die Vorbereitung auf das Spiel bestreiten. „Oberursel hat mit Berit Mies und Jana Sellner einen sehr starken Rückraum, den wir in den Griff bekommen müssen. Viktoria Heilmann ist auf Außen pfeilschnell und eine sichere Schützin. Wenn wir jedoch im Angriff unsere Bälle versenken, kommt Oberursel auch nicht so leicht ins Überlaufspiel“, so Chefcoach Jens Möller. Die Ansage ist klar: „Es ist kein Spiel, dass man unbedingt gewinnen muss, aber wir fahren da nicht hin um die Punkte freiwillig abzugeben. Wir wollen solange mithalten wie es geht!“, sagt der zweifache Vater.

Ein ganz wichtiges Spiel steht den Herren 1 bevor. Gegen den TV Hüttenberg II geht es gegen einen Gegner, dem ebenfalls das Wasser bis zum Halse steht. Sonntag 16:00 Uhr beginnt das Spiel in der Sporthalle in Hüttenberg, Hauptstr. 107, in Hüttenberg. Mit 2:18 Punkten steht die Bundesliga-Reserve auf dem letzten Tabellenplatz. Dieses Spiel muss auf jeden Fall gewonnen werden, denn dann besteht die Chance, die Plätze mit der SG Rot-Weiß Babenhausen zu tauschen und somit die Abstiegsränge zu verlassen. Das Spiel soll nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zumal Pascal Henkelmann noch immer an seiner Knieverletzung zu knabbern hat und Torhüter Marc Kunkel leider beruflich bedingt passen muss. Dazu komm, dass „…bei Hüttenberg nie sagen kann, wer aufläuft“, so Routinier Luis Garbo. Zumal die Erste einen Abend vorher in Hamburg spielt. „Die Niederlage gegen Münster tat weh, aber wir haben Sie in der Woche aufgearbeitet. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen und die Punkte mit nach Wiesbaden nehmen“, so die Kampfansage des Rotschopfs.

Den Abschluss der Auswärtsreise macht unsere Team Zwo um Gregor Daus. Es muss in die größte Stadt des Kreises Groß-Gerau. Die HSG II spielt gegen die TG Rüsselsheim. Anpfiff ist am Sonntag, den 25.11. um 17:00 Uhr in der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Schule. Die TG befindet sich mit 12:8 Punkte auf dem vierten Tabellenplatz der BOL und hat derzeit eine kleine Niederlagenserie zu verkraften. 3 Spiele in Folge und das letzte sehr deutlich verloren die Rüsselsheimer. Es wird somit ein harter Brocken für unsere Oberliga-Reserve die mit einem Sieg weiter den Puffer zur Abstiegszone vergrößern kann.