Tennisabteilung boomt

Herren I Mannschaft am letzten Spieltag (1.9.) bei uns auf der Anlage, von links: Christopher Wendland, Nico Ritz, Julian Vesshoff und Filip Antonijevic

Die Jugend feiert Erfolge. Die Abteilung wächst. Was ist das Erfolgsgeheimnis? Nicole Suckert vom Wiesbadener Kurier hat sich bei unseren Tennisspielern umgesehen.

Die Damen sind Meister in der Bezirksoberliga und in die Gruppenliga aufgestiegen, die erste Herrenmannschaft ist Meister in der Bezirksliga und in die Bezirksoberliga aufgestiegen. Und auch die Jugend ist nicht minder erfolgreich: U18- und U14-Mannschaften haben ebenfalls Meistertitel eingeheimst, die erste U18-Mannschaft ist in die Gruppenliga aufgestiegen, die zweite in die Bezirksoberliga, die U14-Mannschaft hat sich für die Endrunde um die Hessenmeisterschaft qualifiziert, die vom 13. bis zum 15. September in Kassel stattfindet.

Die Tennisabteilung der TuS Eintracht Wiesbaden scheint nur eine Richtung zu kennen: Es geht nach oben. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis? „Da gibt es zwei große Stützpfeiler“, sagt der Abteilungsleiter Andreas Wendland. Zum einen sei da mit Marc Schechter ein hauptamtlicher Trainer, der mit seiner Tennisschule gerade die Jugend besonders fördert. Zum anderen sei da die Vereinsgaststätte „Club“, die verpachtet ist und seit 2010 von Adi Fajkovic bewirtet wird, der die Mitglieder verwöhne. „So müssen die Mitglieder das Vereinsheim nicht selbst bewirten.“ Die Gaststätte würde die gute Stimmung und den Zusammenhalt, der ohnehin schon herrsche, noch weiter stärken. „Die Atmosphäre bei uns ist sehr familiär.“

Wo in anderen vielen hessischen Vereinen die Mitgliederzahlen eher rückläufig seien, würde die Eintracht in den vergangenen Jahren stetigen leichten Anstieg verbuchen. Interessant hierbei: Rund die Hälfte der 197 Mitglieder sind Jugendliche, etwa die Hälfte der 17 Mannschaften sind Jugendmannschaften. Spieler wie Filip Antonijevic sind nicht nur in der U14- und in der U18-, sondern auch in der ersten Herrenmannschaft zu finden. „Die Jugendlichen werden bei uns besonders gefördert“, sagt Wendland. „Dass sie das schätzen, merkt man daran, dass sie bleiben. Wir kümmern uns. Viele spielen schon seit Jahren in der gleichen Mannschaft.“ Bei anderen Vereinen gebe es da mehr Fluktuation.

„Es wird auch keiner ausgelacht“

Einige Eintracht-Spieler würden im Gegenteil sogar erschwerte Bedingungen in Kauf nehmen. „Zum Beispiel wird Oliver Müller von seinen Eltern regelmäßig von Delkenheim zu uns gefahren. Über die Salzbachtalbrücke ist das ja auch kein Spaß.“Wie eine Aufwärtsspirale ziehe der Erfolg immer wieder neue Mitglieder an, die wiederum zu diesem beitragen.

„Wir sind aber nicht nur auf Erfolg ausgerichtet“, sagt Wendland. Ein Beispiel dafür sei der Kurs „Fast Learning“, der auf Anfänger oder auf solche, deren Tennis-Routine schon lange zurückliegt, ausgerichtet ist. „Man kann bei uns auch einfach nur Tennis spielen – ohne Wettbewerb. Und es wird auch keiner ausgelacht.“

Nicole Suckert hat diesen Artikel geachrieben. Erschienen ist er am 7. September 2019 im Wiesbadener Kurier. Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

Volleyball: Philipp Lauter hofft auf WM-Teilnahme

Die Feuerprobe hat unser Volleyballtalent gegen Polen am Platz der Deutschen Einheit bestanden. Nun sitzt es auf gepackten Koffern. Die U19-WM in Tunesien ist in greifbare Nähe gerückt. Was Philipp darüber denkt, hat er dem Kurier verraten.

Im Nationaltrikot: Philipp Lauter

Philipp Lauter sitzt auf heißen Kohlen. Bis zum 18. August entscheidet sich, ob das Volleyballtalent vom TuS Eintracht Wiesbaden mit dem U 19-Nationalteam zur Weltmeisterschaft fahren wird. Dann hieße es Koffer packen und vom 21. bis 30. August ab nach Tunesien. Die Feuerprobe hat der 18-Jährige beim Testspiel gegen Polen in der Halle am Platz der Deutschen Einheit bestanden. In der Heimspielstätte der Erstliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden unterlagen die U19-Junioren zwar 1:3. Doch für Philipp Lauter war der Einsatz im Deutschlandtrikot dennoch ein Erfolg.

Herr Lauter, es war Ihr zweiter Einsatz auf internationalem Parkett. Haben Sie mit der Nominierung gerechnet?

Nein, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Trainer Matus Kalny hat mich beim Bundespokal Ende Mai, Anfang Juni in Berlin gesehen und angesprochen. Dann habe ich eine Woche in Frankfurt im Internat mittrainiert. Dass er mich so schnell nominieren würde, hat mich überrascht.

Und denken Sie, dass Sie Bundesnachwuchstrainer Kalny auch überraschen konnten?

Ich hoffe doch (lacht). Ich hätte zwar gerne noch mehr Einsatzzeit gehabt. Aber ich habe in zwei Sätzen gespielt und bin zufrieden. Auch wenn es uns das polnische Team sehr schwer gemacht hat, zu punkten. Die haben sehr stark abgewehrt.

In der Halle am Platz der Deutschen Einheit vor Freunden und Familie zu spielen, hat Sie das nervös gemacht?

Nervös nicht, aber aufregend war es natürlich, für Deutschland in der Halle zu spielen, wo ich schon viel trainiert und gespielt habe. Dann auch noch von Freunden und Familie angefeuert zu werden, das war sehr cool.

Wie geht es nun mit Ihrer Volleyball-Karriere weiter?

Ich gehe erst einmal zum Studieren in die USA. In Georgia habe ich ein Volleyball-Stipendium und will für die College-Mannschaft so viel spielen, wie ich kann. Danach als Profi weiterzumachen, wäre ein Traum.

Das Gespräch führte Lisa Bolz. Erschienen ist es am 10. August 2019 im Wiesbadener Kurier. Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.