Doppelturnier 2019: Eine kayserliche Premiere

Der nominell noch schwächste Spieler gewinnt an der Seite eines Routiniers. Die Zutaten zum Sieg: Eintracht, ein nützlicher Vorsprung und Nerven wie ein Profi.

Starkes Team: Paul Kayser auf den Schultern von Lorenz Hemicker, daneben die Zweitplatzierten Benjamin Frankler, Thao Tran und Turnierleiter Furkan Dogan (rechts)

Wenn eines stets sicher ist bei unserem Saisonabschlussturnier, dann dass nichts sicher ist. Auf den Ausgang des Turniers können sich die Teilnehmer in etwa so verlassen wie auf das Wetter im April. Ob Favoriten straucheln oder durchmarschieren hängt von vielem ab: Der Zusammensetzung der denkbar ungleichen Gespanne an der Platte und den Punkten etwa, die aufgrund von Leistungsunterschieden zwischen den Doppeln vergeben werden.

Beim diesjährigen Durchgang des Doppelturniers kam es aber nicht nur zu einer Überraschung, sondern zu einer handfesten Premiere. Mit Eintrachts B-Schüler Paul Kayser, dem 2.-Herren-Capitano Lorenz Hemicker als Partner zugeteilt wurde, konnte erstmals der Teilnehmer mit dem niedrigsten TTR-Wert den Wettkampf gewinnen. Ballsicher und (zumindest dem äußerem Anschein nach) meist seelenruhig wie ein Profi schaffte es der junge Nachwuchsspieler, selbst gegen übermächtig scheinende Gegner manchen schwierigen Ball im Spiel zu halten, Punkte vorzubereiten – oder mitunter sogar selbst zu machen. 

Zusammen mit den mitunter üppigen Punktevorgaben angesichts von Pauls noch geringer TTR-Platzierung musste sich das Doppel Kayser/Hemicker in den fünf Gruppenspielen nur ein Mal gegen Leonardo Gehrling und Matthias Heinze geschlagen geben. 

Im Finale des 24 Spieler umfassenden Teilnehmerfelds wartete dann noch mit Thao Tran und Benjamin Frankler noch einmal das nominell beste Doppel des Turniers. Den Leistungsvorteil konnten die beiden Dank einer jeweils vorgegebenen Fünf-Punkte-Führung und ein paar Flüchtigkeitsfehlern der Gegner kompensieren und rasch davonziehen, zumal Paul sich noch weiter steigerte und seine Rolle im Finale nahezu perfekt umsetzte.

Den Schlusspunkt unter die Saison setzten die Abteilungsmitglieder wie üblich anschließend nach dem Turnier bei „El Antonio“ um die Ecke. Zu feiern gab es angesichts der drei Aufstiege genug

Mit voller Kraft voraus

Die Jahreshauptversammlung wählt Barbara Tekampe zur zweiten Schatzmeisterin. Damit die Eintracht zukunftsfit wird, nimmt Vorstand Peter Gresch alle Mitglieder in die Pflicht.

Das Vorstandstrio geht ins zweite Jahr: Peter Gresch, Hanne Schwerdtner und Thao Tran

Bei der Eintracht geht es weiter voran. Zwölf Monate nach dem Wechsel des Vereinsvorstands wählte die Jahreshauptversammlung am 6. Mai Barbara Tekampe zur zweiten Schatzmeisterin. Damit verstärkt Tekampe das Team um Peter Gresch (1.Vorsitzender), Hanne Schwerdtner (stv. Vorsitzende) und Thao Tran (Kassenwartin). Sie ist damit der zweite Neuzugang, den der Vorstand für vakante Positionen gewinnen konnte. Im September 2018 hatte Lorenz Hemicker das Amt des Pressewarts übernommen.

Unbesetzt blieb weiterhin der Posten des zweiten stellvertetenden Vorsitzenden. Ein Zustand, der aus Sicht von Gresch sich bald ändern muss, damit der Verein mit seinen 1300 Mitgliedern fit für die Zukunft gemacht werden kann. Ansonsten habe der Verein in ein, spätestens zwei Jahren „eine riesengroße Baustelle“, die dann kaum noch zu schließen sei.

Als erste stellvertretende Vorsitzende wurde Hanne Schwerdtner einstimmig im Amt bestätigt. Für die Arbeit des vergangenen Jahres wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Ein echter Höhepunkt wartet auf alle Vereinsmitglieder am 21. September. Dann wird wieder das Sommerfest des Vereins auf der Tennisanlage stattfinden.

Aufstieg auf der Ziellinie

Aufstieg, Derby, Meisterschaft: Beim VfR beendet die erste Tischtennismannschaft im letzten Saisonspiel eine sieben Jahre lange Leidenszeit.

Eintracht Wiesbaden kehrt nach sieben Jahren in der untersten Bezirksklasse zurück in die Bezirksliga. Im letzten Spiel der Saison 18/19 setzte sich die Eintracht am Donnerstagabend auswärts gegen VfR Wiesbaden IV mit 9:6 durch und entthronte damit den bisherigen Tabellenführer auf der Ziellinie.

Dabei hatte es zunächst eher nach einem Sieg des VfR im Stadtderby ausgesehen. Vor Dutzenden Fans beider Mannschaften war der Favorit in der Sporthalle am Konrad-Adenauerring aus den Anfangsdoppeln mit einer 2:1-Führung hervorgegangen. In den Einzeln gelang es dem Eintracht-Team um Mannschaftskapitän Hanna Aksu aber dann, den Spieß herumzudrehen und mit 5:2 davonzuziehen.

Doch der Gastgeber gab sich nicht geschlagen, verkürzte auf 5:3. Im zweiten Einzeldurchgang begegneten sich die beiden auf Augenhöhe. Siege und Niederlagen hielten sich die Waage. Das reichte für die Gäste aus der Innenstadt, um sich im letzten Einzel durchzusetzen.

Verfolgt wurde die Partie nicht nur in der Halle, sondern auch von Fans in Stuttgart und der rumänischen Hafenstadt Constanza. Der Gastgeber tickerte die Ergebnisse live. Nach dem Zusammenbruch der Verbindung beim Stand von 5:3 gaben die Eintrachtler den Spielverlauf über Whatsapp an ihre Unterstützer an den Smartphones weiter. Bis um 1 Uhr 41 am frühen Freitagmorgen endlich das Endergebnis die Anhänger erlöste. 

„Der Traum ist Wirklichkeit geworden“, sagte Eintrachts stellvertretender Abteilungsleiter Lorenz Hemicker am Freitag. „Unsere Jungs waren einfach heiß und sind trotzdem konzentriert geblieben.“ Seit Wochen hätten die Spieler für das Endspiel um den Gipfel trainiert. Nun aber drücke man auch dem VfR alle Daumen. Für die Unterlegenen geht es in Kürze die Relegation.

Tischtennis: Noch ein Aufstieg

3. Kreisklasse, adieu! Die vierte Mannschaft ringt im Vier-Punkte-Spiel Dotheim V nieder. Das Daumen drücken aber geht weiter.

Aufsteiger: Uwe Guth, Marin Mandusic, Frederic Brüx und Kai-Sören Becker (von links)

Die Tischtennisabteilung verbucht Aufstieg Nummer zwei. Nach der zweiten löste nun auch die vierte Mannschaft das Ticket für die nächsthöhere Klasse. Im direkten Duell der 3. Kreisklasse um den zweiten Aufstiegsplatz besiegte Eintracht IV Gastgeber Dotzheim V am vergangenen Dienstag mit 6:3.

Die Eintracht, angetreten in Bestbesetzung mit Uwe Guth, Marin Mandusic, Kai-Sören Becker und Frederic Brüx, zog nach der Punkteteilung in den Anfangsdoppeln rasch auf 1:4 davon. Doch der Gastgeber gab sich noch nicht geschlagen. Frederic und Uwe mussten sich Dorian Fuchs und Dotzheims Nummer eins, Engin Özkan, knapp geschlagen geben. Dann aber gaben die Eintrachtler noch einmal alles. Marin siegt klar, und Frederic setzte mit einem seinem hart unkämpften Tie-Break-Sieg im Fünf-Satz-Krimi gegen Wojciech Nawrocki den Schlusspunkt zum verdienten 6:3-Endstand und damit dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Mit 29:5-Punkten steht die Eintracht vor dem letzten Spieltag uneinholbar auf Rang zwei.

Was jetzt noch bleibt, ist dem dritten Aufstiegskandidaten der Eintracht die Daumen zu drücken. Am Donnerstag, dem 11. April, trifft die erste Mannschaft im Spitzenspiel der Bezirksklasse auswärts auf VfR Wiesbaden IV. Der Sieger steigt auf. Der Verlierer geht in die Relegation. Anschlag ist um 20.30 Uhr.

Kreis Hallen U14 Mehrkampf-Meisterschaften in Wiesbaden (17.3.2019)

Lea Juric Kreismeisterin W12 im Vierkampf mit 1.480 Punkten

spannend machte es Lea Juric bei ihrem ersten Vierkampf der U14. Mit einem Punkt „Vorsprung“ sicherte sie sich den Kreismeistertitel der W12. Nach zwei Disziplinen (60m und Hochsprung) startete sie ihre Aufholjagd mit zwei überragenden Ergebnissen im Kugelstoß und Weitsprung. Bemerkenswert ist, dass in dieser Altersklasse drei neue Diszilinen wie Hochsprung, Kugelstossen und Weitsprung vom Brett zur Anwendung kamen.

Lea Juric

Ergebnisse:

60m 9.19 sek. (427 Pkt.) Hoch 1.12m (261 Pkt.) Kugel 7.21m (353 Pkt.) Weit 4.03m (439 Pkt.)