Höhenflüge mit und ohne Stab

Beim traditionellen Senioren Hallensportfest in Ludwigshafen (9.2.19) zeigten sich unsere Eintracht- Leichtathleten wieder von ihrer besten Seite. Petra Koliwer (W50) übersprang souverän 1.50m im Hochsprung und beendete dann weiteren Versuche. Das Highlight soll ja die DM in Halle/Saale werden. (1.-3.März 2019). Beim Weitsprung erreichte sie ihre Jahresbestweite im letzten Versuch mit 4.70m . Rolf Nucklies (M65) sprang im Stabhochsprung Wettbewerb Hessenrekord mit 3.20m. Diese erreichte Höhe war um so erstaunlicher, da Rolf direkt aus dem Urlaub kommend zum Wettbewerb antrat. Dr. Manfred Nink (M65) konnte seine Trainingsergebnisse im Wettkampf umsetzen und sprang sich mit 2.90m auf den dritten Platz der Deutschen Senioren Jahresbestenliste hinter Rolf Nucklies.

Eintracht-Bobfahrer rauschen zu drei Weltmeistertiteln

Kim Kalicki, Issam Ammour und Costa Laurenz sorgen beim Bob-Showdown am Königssee für einen goldenes Medaillenfeuerwerk bei den Junioren-Weltmeisterschaften.

Richard Oelsner, Issam Ammour, Eric Strauss und Costa Laurenz am 02. Februar in Königssee (Quelle: BSD/Juergen Wassmuth)

VON TIM RESTLE

Es war ein hochemotionales Wochenende für die Eintracht-Bobfahrer vor der malerischen Kulisse des verschneiten Königsees im bayrischen Berchtesgaden. Und mit was für einem glanzvollen Ausgang! Den Anfang machten am vergangenen Samstag die Zweierbobs mit doppelter Eintracht Besetzung.

Im ersten Durchgang brannten die gleich ein Feuerwerk auf der Bahn ab. Kim Kalicki startete mit Anschieberin Kira Lipperheide mit 5,22 Sekunden – einer Weltklasszeit – und fuhr mit konfortablem Vorsprung auf den dritten Platz, Platz eins und zwei noch in absoluter Schlagdistanz.

Als nächstes folgte Issam Ammour, der im Gegensatz zu Kalicki nicht den optimalen Start erwischte. 4,95 Sekunden waren gut, aber nicht das, was er sich mit Pilot Richard Oelsner (Sachsen-Oberbärenburg) vorgestellt hatte. Nach starker fahrerische Leistung stand jedoch ebenfalls Platz drei nach dem ersten Durchgang. Dabei wurden die ersten vier Platzierten gerade einmal durch vier Hundertstelsekunden voneinander getrennt. Es war also ein echtes Herzschlagfinale zu erwarten.

Weltmeistertlich! Der Viererbob vom Team Oelsner beim Zieleinlauf (Foto: BSD/ Juergen Wassmuth)

Das gab es dann auch, zunächst bei den Frauen. Bei ihnen hatte die nach dem ersten Durchgang Viertplazierte Deutsche Laura Nolte (BSC Winterberg) eine echte Angriffsfahrt auf die Bahn gebracht und lag danach in Führung. Doch dann ging unsere Spitzenbobfrau Kim Kalicki in den Eiskanal. Zwischen Nolte und Kalicki ging es um den U23-WM-Titel, da die Fahrerinnen der beiden führenden Teams aus Rumänien und Österreich dafür zu alt waren. Mit wieder gutem Start ging es in die Bahn, und Kalicki fuhr ihrem U23 WM Titel und der Medaille bei den „Großen“ sicher entgegen – eigentlich. Denn wirklich sicher gibt es im Bobsport nicht. Ein Fahrfehler von Kalicki brachte den Bob kurz zum  Querstehen, der Vorsprung war weg. Alles sah danach aus, als würde sie auf dem undankbaren vierten Platz ankommen, doch es reichte am Ende doch! Mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung sicherte sich Kalicki Platz drei in der U26-Wertung und Zugleich den U23-WM-Titel!

So sehen Weltmeister aus! Costa Laurenz (links), Kim Kalicki und Issam Amour (Foto: Tim Restle)

Anschließend war Issam Ammour gefragt. Auf Platz drei liegend hieß es für den Anschieber erstmal, die Medaille zu sichern. Das gelang ihm, und wie! Mit 4,91 Sekunden erzielte er eine absolute Spitzenzeit am Start. Issam zeigte damit, was einen  Top-Athleten auszeichnet: zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung zu bringen, um damit am Ende knapp die Nase vor zu haben. Die Winzigkeit von fünf Hunderstelsekunden war die Kombi Oelsner/Ammour im Ziel vor den führenden Österreichern. Die Medaille war sicher, und dementsprechend groß der Jubel. Nun hieß es im Ziel abzuwarten, was die verbleibenden beiden Schlittenteams machen würden. 

Zunächst ging der bayrische Lokalmatador Dennis Pihale (BRC Ohlstadt) ins Rennen, er bracht zwei Hunderstelsekunden Vorsprung mit, und diese waren am Start bereits aufgebraucht. Issams Raketenstart wurde nicht gekontert und Pihale kam mit 16 HunderstelsekundenRückstand ins Ziel. Silber war damit sicher, wieder großer Jubel im Zielraum. Jetzt kamen nur noch die Russen. 50 Sekunden später hallte dann ein Urschrei durch den Zielraum, die Russen fielen auf Platz 3 zurück. Gold für Ammour, nicht nur seine erste Medallie sondern gleich der Weltmeistertitel. Und damit der erste Zweierbob-WM-Titel bei den Männern für die Eintracht! Tränen flossen, man lag sich in den Armen ein unglaublicher Erfolg.

Am Sonntag ging es dann in den großen Schlitten. Für die Eintracht nahmen Issam Ammour und Costa Laurenz Platz im Schlitten von Richard Oelsner und Niklas Scherer im Schlitten von Dennis Pihale. Und diesmal wurde es alles ein Ganzes Stück weniger knapp. Für den einen leider, für die anderen zum Glück.

Siegreicher Vierer-Bob: Das Team Oelsner mit den beiden Eintracht-Fahrer Issam Ammour und Costa Laurenz (links) (Foto: BSD/Juergen Wassmuth)

Dennis Pihale erwischte einen rabenschwarzen Tag und verpasste trotz der guten Starts, zu den Niklas Scherer einen maßgeblichen Teil beigetragen hatte, das Podest und wurde nur Sechster.

Anders das Team Oelsner, das mit starken Starts wieder die Grundlage legte und mit zweitbester Laufbestzeit mit fast drei Zehnteln Vorsprung eine Demonstration der Stärke zeigte. Dabei schoben Isssam und Costa Richard Oelsner zu seinem ersten Vierertitel. Isssam Ammour der bisher medalllienlos war, wurde somit Doppelweltmeister und Costa Laurenz gewann zum dritten mal in Folge eine WM-Medallie und wurde zum zweiten Mal Weltmeister!


Europacupsieg für Christian Hammers

Auf der schwierigen Bahn im lettischen Sigulda war das -Eintracht-Duo Christian Hammers und sein Pilot Christoph Hafer nicht zu stoppen. Bei ihrem Sieg gelang es ihnen nicht nur Lokalmatador und Weltcupstarter Ralf Berzins auf seiner Heimbahn hinter sich zu lassen, sondern man luchste Olympiasieger Francesco Friedrich auch noch gleich seinen Bahnrekord ab, den dieser beim Weltcup am Anfang der Saison aufgestellt hatte. Damit endet eine erfolgreiche Europacupsaison für Christian Hammers mit einem weiteren Sieg, während es für die Eintracht Junioren nächste Woche bei den Weltmeisterschaften am Königsee um Edelmetall geht. 

Hessische Leichtathletik Hallen-Senioren Meisterschaften in Hanau (12.1.2019)

Überzeugende Leistungen durch die „Mehrkämpfer“ Petra Koliwer (W50) und Thomas Höner (M65) mit jeweils 2 Hessentiteln und Treppchenplätzen. Überragend dabei die Hochsprungergebnisse von Petra Koliwer mit 1.47m und Rüdiger Weber (M55) mit 1.80m, der denkbar knapp an 1.85m scheiterte (den von ihm selbst gehaltenen Deutschen M55 Rekord von 1.84m)

Petra Kolliwer musste leider ihren Höhenflug im Hochsprung mit übersprungenen 1.47m abbrechen, um sich der 60m Strecke zu stellen, wo sie dann zweite wurde. Im Weitsprung überzeugte sie mit 4.44m. Schade, dass ihr letzter Sprung, der um einiges über der Siegesweite lag, knapp ungültig war. Petra musste sich beim Kugelstoss- Wettkampf nur den Spezialisten geschlagen geben, noch… Erika Höner schaffte es, über 60m und im Weitsprung sich einen Treppchenplatz zu erkämpfen. Alle Weitspringerinnen haderten mit der Anlage und blieben deutlich unter ihren Bestleistungen. Thomas Höner war unser Vielstarter und erfolgreicher Mehrkämpfer Im Weitsprung machte er es spannend und rettete mit 2cm „Vorsprung“ den Titel. Nach dem 60m Erfolg erreichte er über die 200m Runde Platz 2. Und eine Kugelstoss- Medaille durfte natürlich auch nicht fehlen. Karl-Heinz Hofer ,der zwischenzeitlich den Mehrkampf entdeckt hat, überzeugte über 60m und 200m mit einem Treppchenplatz. Bemerkenswert seine Kugelstoss Leistung mit Platz 4. Unsere Stabi`s Manfred Nink und Rolf Nucklies verzockten sich leider an der Anfangshöhe, kann passieren. Ulf Restle wurde zweiter über die 60m Distanz.

Die vielen Titel und Treppchenplätze sind auch das Ergebnis der Eintracht Senioren Trainingseinheiten.Neben intensiven Training kommt auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Jeder Disziplinexperte stellt uneigennützig sein Fachwissen zur Verfügung. Stellvertretend seien hier Erika und Thomas Höner, sowie Rolf Nucklies genannt.

Ergebnisse

M55

Hoch                      1.            Rüdiger Weber                     1.80m                    

M65

Kugel                     2.            Thomas Höner                       10.73m

60m                       1.            Thomas Höner                      8.72 sek.

200m                      2.            Thomas Höner                       29.94 sek.

Weit                       1.            Thomas Höner                      4.25m

M70

Kugel                     4.            Karl-Heinz Hofer                    9.04m

60m                       2.            Karl-Heinz Hofer                    9.24 sek.

200m                      3.            Karl-Heinz Hofer                    31.56 sek.

M75

z60m                       2.            Ulf Restle                                     9.53 sek.

W50

60m                       2.            Petra Koliwer                   9.17 sek.

Kugel                     3.            Petra Koliwer.                 9.75m

Weit                       1.            Petra Koliwer         .          4.44m

Hoch                      1.            Petra Koliwer.                   1.47m

W55

Weit                       2.            Erika Höner                           3.53m

60m                       3.            Erika Höner                           10.51m