Wir sammeln für Kameruns Kinder

Sportler helfen einander über Grenzen hinweg. Unser Verein sucht Ausrüstung und Kleidung für Kinder in Zentralafrika, die ihrem gefährlichen Alltag für ein paar Stunden entkommen sollen.

Kinder umringen Chef Beba bei einer früheren Lieferung deutscher Sportgeräte im Norden Kameruns. (Foto: privat)

Viele von uns verfügen über Zweitschläger, Bälle, oder zu klein gewordene Trikots. Unsere Abteilungen über alte Netze, Turngeräte oder Körbe. Was tun damit?

Unser Verein beteiligt sich an der Aktion „Sportequipment für Kamerun“ von Chef Beba, einem engagierten Tennislehrer, der bei uns in Wiesbaden lebt und schon mehrfach für sein Heimatland gesammelt hat.

Im vergangenen Jahr kamen rund 200 Sportgeräte aus der Region zusammen, die verschifft und von Chef Beba persönlich an bedürftige Kinder im Norden des Landes, in der Region Garoua, verteilt wurden.

Dort regiert die Armut, und immer wieder ziehen Banden der Terrormiliz Boko Haram mordend und brandschatzend herum. Viele Kinder in der Region haben ihre Eltern verloren, sind allein und leben auf der Straße. Chef Beba will helfen, dort eine Anlaufstation zu schaffen, in der die Kinder Sport treiben und ihrem gefährlichen Alltag für ein paar Stunden entkommen können.

Die Sammelaktion ist bereits angelaufen. Unsre Tischtennisabteilung hat bereits eine Platte und eine ganze Reihe von Schläger und Trikots gespendet. 

Alle Vereinsmitglieder, ihre Familien und Freunde sind herzlich dazu eingeladen, sich zu beteiligen. Sammelt die Sachen gern und gebt sie beim Tischtennistraining in der Oranienschule ab oder wendet Euch per E-Mail an unser Vereinsmitglied Arno Bauer (designbauer[at]arcor.de).


Skygymnastik: Zehn Jahre Gold

Nichts für Sitzkartoffeln: Die Skygymnastik

Eine Hommage von Gert Oestreich

Es begann mit einer kleinen Annonce im Wiesbadener Kurier, beziehungsweise, es fand damit seine Fortsetzung, zumindest für mich, den ersten Teilnehmer. Bekanntschaft mit der Skigymnastik hatte ich vormals beim Mainzer Unisport gemacht, schon etwas länger her. Meine Ski-Aktivitäten ruhten tief und feste, aber es hatte Charme, nicht nur auf der Stelle zu treten bei den Übungen, sondern sich auch austoben zu können, ein Gutteil der Übungsstunde durch die große Halle zu laufen, zu hüpfen, zu springen und dabei das tägliche Marathonsitzen im Schreibtischstuhl zu vergessen, obendrein bei belebender Musik.

Kein Training wurde ausgelassen. Bis etwas dazwischen kam: Das Ende der Unizeit und der Beginn des Erwerbsarbeitslebens im heimatlosen Außendienst. Außerhalb von Mainz schien es solche Kurse nicht zu geben … Zurück zu der Annonce: „Skigymnastik“.  Zwei Kurse wurden von der Eintracht angeboten, Donnerstag um 18:45 Uhr für Einsteiger und um 20:00 Uhr für Ambitionierte. Ich meldete mich an und kam zum späteren. Als Einziger! Immerhin, zum früheren war gar niemand erschienen. So ging es auch die folgenden beiden Wochen, und ich genoss das Privileg eines Personal Coachings ;). Dann verdoppelte sich die Teilnehmerzahl und schließlich waren wir zu viert, inklusive Trainerin, Erika (Höner). Wir beschlossen, aus dem Früh- und dem Spättermin einen zu machen, in dem sich Einsteiger und Ambitionierte gleichermaßen wohl fühlen.

Ein neues Jahr brach an, und wir wuchsen im Handumdrehen auch zahlenmäßig zu einer respektablen Gruppe. Zeitweilig waren wir fast zu viele für die Berghofhalle in der Hellmundstraße, wo unser Training stattfindet.

Training, das seinesgleichen sucht

Von früher kannte ich es, dass 100 Leute und mehr die Halle füllten. Jede Stunde dasselbe Programm. Dies hatte auch sein Gutes, denn die meisten konnten den Trainer nicht sehen. Bei der Eintracht ist es entspannter. Wir haben die Darbietungen der Trainerin genau im Blick und erleben seit zehn Jahren ein Programm, dessen Abwechslungsreichtum seinesgleichen sucht.

Die Anzahl der Übungsstrukturen ist endlich, gewiss, aber immer wieder kommen sie neu und originell verpackt daher. Übrigens schon lange nicht mehr als Skigymnastik,  Fitness-Mix lautet unser Credo. Zugunsten eines ausgewogenen Ganzkörper-Kräftigungstrainings verabschiedeten wir uns bald von der  beinlastigen Ausprägung. Auch schien es uns –  überwiegend Flachlandtirolern – entbehrlich, das ganze Jahr hindurch für eine Woche Skiurlaub zu üben. Erhalten blieb das Après-Ski-Training vor den Sommerferien, zur Weinwoche, zum Weihnachtsmarkt  und auch zwischendurch, wenn die Situation es erfordert (runde Geburtstage, sportliche Ausflüge, Wegzug langjähriger Teilnehmer/innen).

Immer wieder donnerstags


Das eigentliche Training findet donnerstags von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr statt. Es erscheinen in der Regel zwischen 10 und 20 Teilnehmern. Insgesamt zählen wir etwa 30. Zum „Vor-Aufwärmen“ wird das ein oder andere Schwätzchen gehalten, dann startet das Aufwärmtraining. Wir drehen dabei variantenreich unsere Runden durch die Halle, mit und ohne Ball, oft in Form von Spielen. Im zweiten Teil folgt ein ebenso umfassendes wie ausgewogenes Kräftigungstraining, im Stand und auf der Matte, mit Bällen von Tennis bis Petzi, mit Thera-Bändern oder Hanteln, mit dem Balance-Pad etc. Auch Zirkeltraining hat seinen Platz im Programm. „Bauch, Beine, Po“ und noch viel mehr, eigentlich alles, auch und gerade für die Stützmuskulatur. Stets von Neuem verblüffend, wie viele Muskeln man in seinem bisherigen Leben noch nicht kennengelernt hat.  Zum Abschluss gibt es Entspannungsübungen. Das gesamte Training wird von passender Musik begleitet.

Wenn die Chefin hier und da einmal verhindert ist? – Dann findet sich jemand aus dem Teilnehmerkreis und springt für sie ein. Seit geraumer Zeit macht das Ulli (Hesse). Sie ist schon seit Urzeiten dabei und hat wohl gut aufgepasst, denn ihr Programm liegt dicht am Original.   

Unsere Gruppe ist kunterbunt gemischt und sehr harmonisch. Kein Charakter gleicht dem anderen. Die Chemie stimmt. Neue Teilnehmer etablieren sich im Handumdrehen, Scheidenden wird oft nachgetrauert. Allen gemeinsam ist der Sportsgeist. Das Altersspektrum erstreckt sich über drei Generationen. Wer jetzt schmunzelnd an Stuhlgymnastik denkt – vergiss es! Das Programm ist sportlich, es geht zur Sache, nichts für Couch-Potatoes. Niemand wird auf Leistung getrimmt, jede/r macht so mit wie sie/er kann. Aber wer dran bleibt, weiß nach einer Stunde, was „ambach“ ist. Als Hausaufgabe empfiehlt sich Jogging und/oder Wiederholung der Übungen auf der häuslichen Isomatte.

Ich möchte den Kreis schließen bei der kleinen Annonce: Seit ihrem Erscheinen sind nunmehr knapp zehn Jahre vergangen. Am 13. November feiern wir Jubiläum. Frisch wie damals. Der Fitness-Mix ist Gold wert. 

Einladung zur Jahreshauptversammlung der Leichtathletik-Abteilung am 29. November 2018, 20.00 Uhr

Liebe Mitglieder der Leichtathletikabteilung,

das Jahr 2018 sollte formal nicht zu Ende gehen, ohne dass die ordentliche Mitgliederversammlung der Leichtathletik-Abteilung durchgeführt wurde. Dazu möchte ich Sie und Euch ganz herzlich einladen für 

Donnerstag, den 29. November 2017, 20.00 Uhr
in das Lokal Taunusstube,
Am Speiergarten 32, 65191 Wiesbaden-Bierstadt.


Auf der Tagesordnung stehen die folgenden Punkte:

1. Begrüßung

2. Bericht des Vorstands

3. Bericht des Kassenwarts

4. Bericht der Kassenprüfer

5. Entlastung des Vorstands

6. Anträge von Mitgliedern

7. Termine

8. Verschiedenes

Wahlen stehen nicht an – die vakanten Stellen im Vorstand werden wir versuchen, im kommenden Jahr zu besetzen.

Anträge, die noch Eingang in die Tagesordnung finden sollen, müssen dem Abteilungsvorstand bis zum 23. November 2018 vorliegen. In jedem Fall freuen wir uns über eine rege Teilnahme.

Mit sportlichen Grüßen
Holger Albers
– Abteilungsleiter – 

Überraschung beim Luca-Pepi-Turnier

Den Wanderpokal in der Hand: Marin Mandusic, flankiert von Furkan Dogan (links) und Artemij Belozercev (rechts)

Ein regelrechter Senkrechtstarter hat vergangene Woche das traditionelle Herbsturnier der Tischtennisabteilung gewonnen. Beim 5. Luca-Pepi-Turnier am 28. Oktober, im Gedenken an Eintrachts ehemaligen Spitzenspieler und langjährigen Trainer setzte sich Marin Mandusic in einem Feld von 16 Teilnehmern und unter den Augen von Lucas Vater, Lebensgefährtin und seiner Tochter am Ende verdient durch.

Dabei bezwang Marin, der als ungelisteter Spieler erst diese Saison begonnen hat, für die Eintracht zu spielen, im Final Eintrachts etatmäßige Nummer drei Furkan Dogan. Den dritten Platz belegte mit Artemij Belozercev die Nummer eins der 1. Jugend.

Luca Pepi war im Oktober vor sechs Jahren im Alter von nur 31 Jahren überraschend gestorben. In den vergangenen Jahren hatten Hanna Aksu (2017), Nico Koschade (2016) sowie Kevin Bohley (2014, 2015) den Wanderpokal gewonnen.