Sechs Bobfahrer starten international

Zwei Weltcup- und vier Europacuptickets lösen die Eintracht-Wintersportler. Christoph Haffner gelingt bei den Deutschen Meisterschaften in Winterberg eine Sensation.

Kim Kalicki und Maureen Zimmer (beide Eintracht) bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg

Gleich sechs Bob-Athleten der Eintracht werden in der ersten Hälfte der neuen Saison für Deutschland international an den Start gehen. Ausgefahren wurden die Plätze in den vergangenen Wochen bei drei Rennen: Den Deutschen Meisterschaften in Winterberg (27./28.10.), sowie in Altenberg (11./12.11.) und am Königsee (23./24.11.). Dort waren unsere Athleten gewohnt erfolgreich. Christian Hammers gelang es bei der Deutschen Meisterschaft in Winterberg mit starken Startzeiten im Viererbob seinen Piloten Christoph Hafer auf Platz zwei zu schieben. Dabei ließen sie sensationell den Viererbob von Weltmeister Johannes Lochner hinter sich.

Siege bei den Selektionsrennen konnten auch Niklas Scherer und Peter Adjai im Viererbob, sowie Maureen Zimmer im Zweierbob bei den Rennen am Königsee einfahren.  Ebenfalls erfolgreich war Issam Ammour, der bei den Rennen in Altenberg seinen Piloten Richar Oelsner im Zweierbob auf Platz zwei schob.

Lohn dieser Erfolge waren die Weltcupnominierung für Issam Ammour und Maureen Zimmer. Für Peter Adjayi, Costa Laurenz, Niklas Scherer und Christian Hammers sprang jeweils eine Europacupnominierung heraus.


Alle HSG-Aktiven in Hessen unterwegs

Egal, ob Erste, Zweite, Dritte oder Mädels – unsere Handballer rollen durch Stadt, Land und Region. Auf sie warten schwere Aufgaben.

Die HSG-Reise beginnt mit der HSG III. Die „Dritte“ hat eine sehr kurze Anreise, denn Sie bleiben in Wiesbaden und spielt trotzdem nicht Zuhause. Die Auswärtsspielstätte befindet sich lediglich eine kurze Fahrt von unserer „GuddStubb“ entfernt. Und zwar geht die Reise zum TB Wiesbaden. Die Handballabteilung des Turnerbundes konnte noch keine Punkte in der Klasse sammeln. Und dies soll sich am Samstag, den 24.11. um 18:30 Uhr auch nicht ändern. Die Tabelle deutet auf eine klare Sache hin, jedoch muss jedes Spiel gespielt werden und die HSG III geht hochkonzentriert in das Spiel, um an der Tabellenspitze dran zu bleiben.

Den nächste Halt macht der HSG Bus am Samstag um 19:30 Uhr in der Erich-Kästner-Schule in Oberursel. Die Damen müssen gegen den letztjährigen Tabellenzweiten, und zwar gegen die TSG Oberursel. Vergangenes Jahr hatte sie lange um die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg mitgespielt. 

Jedoch mussten sie sich am Ende der HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden geschlagen geben. Diese Oberligasaison begann für den Gastgeber jedoch eher negativ. Der personelle Umbruch hatte zwei Niederlagen zur Folge. Im Spiel gegen Fritzlar fing sich die Mannschaft jedoch um das Trainerteam Alexandra Müller und Paul Günther und die TSG ist seit dem ungeschlagen. Der Tabellenvierte geht also mit viel Selbstvertrauen in dieses Spiel. 

Ganz anders sieht es bei unseren Mädels aus. Zwar zeigte man im letzten Heimspiel gegen den hoch favorisierten TV Hüttenberg ein starke Leistung. Leider reichte es aber wieder nicht für einen Punktgewinn. Am Ende stand die vierte Niederlage in Folge zu Buche. Aber trotzdem die Formkurve des „Möller-Teams“ nach oben. und darauf lässt sich aufbauen. Leider konnte die Mannschaft krankheitsbedingt unter der Woche auch nur mit wenigen Leuten die Vorbereitung auf das Spiel bestreiten. „Oberursel hat mit Berit Mies und Jana Sellner einen sehr starken Rückraum, den wir in den Griff bekommen müssen. Viktoria Heilmann ist auf Außen pfeilschnell und eine sichere Schützin. Wenn wir jedoch im Angriff unsere Bälle versenken, kommt Oberursel auch nicht so leicht ins Überlaufspiel“, so Chefcoach Jens Möller. Die Ansage ist klar: „Es ist kein Spiel, dass man unbedingt gewinnen muss, aber wir fahren da nicht hin um die Punkte freiwillig abzugeben. Wir wollen solange mithalten wie es geht!“, sagt der zweifache Vater.

Ein ganz wichtiges Spiel steht den Herren 1 bevor. Gegen den TV Hüttenberg II geht es gegen einen Gegner, dem ebenfalls das Wasser bis zum Halse steht. Sonntag 16:00 Uhr beginnt das Spiel in der Sporthalle in Hüttenberg, Hauptstr. 107, in Hüttenberg. Mit 2:18 Punkten steht die Bundesliga-Reserve auf dem letzten Tabellenplatz. Dieses Spiel muss auf jeden Fall gewonnen werden, denn dann besteht die Chance, die Plätze mit der SG Rot-Weiß Babenhausen zu tauschen und somit die Abstiegsränge zu verlassen. Das Spiel soll nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Zumal Pascal Henkelmann noch immer an seiner Knieverletzung zu knabbern hat und Torhüter Marc Kunkel leider beruflich bedingt passen muss. Dazu komm, dass „…bei Hüttenberg nie sagen kann, wer aufläuft“, so Routinier Luis Garbo. Zumal die Erste einen Abend vorher in Hamburg spielt. „Die Niederlage gegen Münster tat weh, aber wir haben Sie in der Woche aufgearbeitet. Wir werden kämpfen bis zum Umfallen und die Punkte mit nach Wiesbaden nehmen“, so die Kampfansage des Rotschopfs.

Den Abschluss der Auswärtsreise macht unsere Team Zwo um Gregor Daus. Es muss in die größte Stadt des Kreises Groß-Gerau. Die HSG II spielt gegen die TG Rüsselsheim. Anpfiff ist am Sonntag, den 25.11. um 17:00 Uhr in der Sporthalle der Gustav-Heinemann-Schule. Die TG befindet sich mit 12:8 Punkte auf dem vierten Tabellenplatz der BOL und hat derzeit eine kleine Niederlagenserie zu verkraften. 3 Spiele in Folge und das letzte sehr deutlich verloren die Rüsselsheimer. Es wird somit ein harter Brocken für unsere Oberliga-Reserve die mit einem Sieg weiter den Puffer zur Abstiegszone vergrößern kann.

Wir sammeln für Kameruns Kinder

Sportler helfen einander über Grenzen hinweg. Unser Verein sucht Ausrüstung und Kleidung für Kinder in Zentralafrika, die ihrem gefährlichen Alltag für ein paar Stunden entkommen sollen.

Kinder umringen Chef Beba bei einer früheren Lieferung deutscher Sportgeräte im Norden Kameruns. (Foto: privat)

Viele von uns verfügen über Zweitschläger, Bälle, oder zu klein gewordene Trikots. Unsere Abteilungen über alte Netze, Turngeräte oder Körbe. Was tun damit?

Unser Verein beteiligt sich an der Aktion „Sportequipment für Kamerun“ von Chef Beba, einem engagierten Tennislehrer, der bei uns in Wiesbaden lebt und schon mehrfach für sein Heimatland gesammelt hat.

Im vergangenen Jahr kamen rund 200 Sportgeräte aus der Region zusammen, die verschifft und von Chef Beba persönlich an bedürftige Kinder im Norden des Landes, in der Region Garoua, verteilt wurden.

Dort regiert die Armut, und immer wieder ziehen Banden der Terrormiliz Boko Haram mordend und brandschatzend herum. Viele Kinder in der Region haben ihre Eltern verloren, sind allein und leben auf der Straße. Chef Beba will helfen, dort eine Anlaufstation zu schaffen, in der die Kinder Sport treiben und ihrem gefährlichen Alltag für ein paar Stunden entkommen können.

Die Sammelaktion ist bereits angelaufen. Unsre Tischtennisabteilung hat bereits eine Platte und eine ganze Reihe von Schläger und Trikots gespendet. 

Alle Vereinsmitglieder, ihre Familien und Freunde sind herzlich dazu eingeladen, sich zu beteiligen. Sammelt die Sachen gern und gebt sie beim Tischtennistraining in der Oranienschule ab oder wendet Euch per E-Mail an unser Vereinsmitglied Arno Bauer (designbauer[at]arcor.de).


Skygymnastik: Zehn Jahre Gold

Nichts für Sitzkartoffeln: Die Skygymnastik

Eine Hommage von Gert Oestreich

Es begann mit einer kleinen Annonce im Wiesbadener Kurier, beziehungsweise, es fand damit seine Fortsetzung, zumindest für mich, den ersten Teilnehmer. Bekanntschaft mit der Skigymnastik hatte ich vormals beim Mainzer Unisport gemacht, schon etwas länger her. Meine Ski-Aktivitäten ruhten tief und feste, aber es hatte Charme, nicht nur auf der Stelle zu treten bei den Übungen, sondern sich auch austoben zu können, ein Gutteil der Übungsstunde durch die große Halle zu laufen, zu hüpfen, zu springen und dabei das tägliche Marathonsitzen im Schreibtischstuhl zu vergessen, obendrein bei belebender Musik.

Kein Training wurde ausgelassen. Bis etwas dazwischen kam: Das Ende der Unizeit und der Beginn des Erwerbsarbeitslebens im heimatlosen Außendienst. Außerhalb von Mainz schien es solche Kurse nicht zu geben … Zurück zu der Annonce: „Skigymnastik“.  Zwei Kurse wurden von der Eintracht angeboten, Donnerstag um 18:45 Uhr für Einsteiger und um 20:00 Uhr für Ambitionierte. Ich meldete mich an und kam zum späteren. Als Einziger! Immerhin, zum früheren war gar niemand erschienen. So ging es auch die folgenden beiden Wochen, und ich genoss das Privileg eines Personal Coachings ;). Dann verdoppelte sich die Teilnehmerzahl und schließlich waren wir zu viert, inklusive Trainerin, Erika (Höner). Wir beschlossen, aus dem Früh- und dem Spättermin einen zu machen, in dem sich Einsteiger und Ambitionierte gleichermaßen wohl fühlen.

Ein neues Jahr brach an, und wir wuchsen im Handumdrehen auch zahlenmäßig zu einer respektablen Gruppe. Zeitweilig waren wir fast zu viele für die Berghofhalle in der Hellmundstraße, wo unser Training stattfindet.

Training, das seinesgleichen sucht

Von früher kannte ich es, dass 100 Leute und mehr die Halle füllten. Jede Stunde dasselbe Programm. Dies hatte auch sein Gutes, denn die meisten konnten den Trainer nicht sehen. Bei der Eintracht ist es entspannter. Wir haben die Darbietungen der Trainerin genau im Blick und erleben seit zehn Jahren ein Programm, dessen Abwechslungsreichtum seinesgleichen sucht.

Die Anzahl der Übungsstrukturen ist endlich, gewiss, aber immer wieder kommen sie neu und originell verpackt daher. Übrigens schon lange nicht mehr als Skigymnastik,  Fitness-Mix lautet unser Credo. Zugunsten eines ausgewogenen Ganzkörper-Kräftigungstrainings verabschiedeten wir uns bald von der  beinlastigen Ausprägung. Auch schien es uns –  überwiegend Flachlandtirolern – entbehrlich, das ganze Jahr hindurch für eine Woche Skiurlaub zu üben. Erhalten blieb das Après-Ski-Training vor den Sommerferien, zur Weinwoche, zum Weihnachtsmarkt  und auch zwischendurch, wenn die Situation es erfordert (runde Geburtstage, sportliche Ausflüge, Wegzug langjähriger Teilnehmer/innen).

Immer wieder donnerstags


Das eigentliche Training findet donnerstags von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr statt. Es erscheinen in der Regel zwischen 10 und 20 Teilnehmern. Insgesamt zählen wir etwa 30. Zum „Vor-Aufwärmen“ wird das ein oder andere Schwätzchen gehalten, dann startet das Aufwärmtraining. Wir drehen dabei variantenreich unsere Runden durch die Halle, mit und ohne Ball, oft in Form von Spielen. Im zweiten Teil folgt ein ebenso umfassendes wie ausgewogenes Kräftigungstraining, im Stand und auf der Matte, mit Bällen von Tennis bis Petzi, mit Thera-Bändern oder Hanteln, mit dem Balance-Pad etc. Auch Zirkeltraining hat seinen Platz im Programm. „Bauch, Beine, Po“ und noch viel mehr, eigentlich alles, auch und gerade für die Stützmuskulatur. Stets von Neuem verblüffend, wie viele Muskeln man in seinem bisherigen Leben noch nicht kennengelernt hat.  Zum Abschluss gibt es Entspannungsübungen. Das gesamte Training wird von passender Musik begleitet.

Wenn die Chefin hier und da einmal verhindert ist? – Dann findet sich jemand aus dem Teilnehmerkreis und springt für sie ein. Seit geraumer Zeit macht das Ulli (Hesse). Sie ist schon seit Urzeiten dabei und hat wohl gut aufgepasst, denn ihr Programm liegt dicht am Original.   

Unsere Gruppe ist kunterbunt gemischt und sehr harmonisch. Kein Charakter gleicht dem anderen. Die Chemie stimmt. Neue Teilnehmer etablieren sich im Handumdrehen, Scheidenden wird oft nachgetrauert. Allen gemeinsam ist der Sportsgeist. Das Altersspektrum erstreckt sich über drei Generationen. Wer jetzt schmunzelnd an Stuhlgymnastik denkt – vergiss es! Das Programm ist sportlich, es geht zur Sache, nichts für Couch-Potatoes. Niemand wird auf Leistung getrimmt, jede/r macht so mit wie sie/er kann. Aber wer dran bleibt, weiß nach einer Stunde, was „ambach“ ist. Als Hausaufgabe empfiehlt sich Jogging und/oder Wiederholung der Übungen auf der häuslichen Isomatte.

Ich möchte den Kreis schließen bei der kleinen Annonce: Seit ihrem Erscheinen sind nunmehr knapp zehn Jahre vergangen. Am 13. November feiern wir Jubiläum. Frisch wie damals. Der Fitness-Mix ist Gold wert.